Schubert Carl Theodor Conrad von
schubert_carl_von_s._423.jpgStaatssekretär im Auswärtigen Amt
* 15. Oktober 1882 in Berlin
† 1. Juni 1947


V.: Philipp Christian Theodor Conrad von Schubert (1847-1924), Politiker; M.: Ida Louise Henriette Freiin von Stumm (1861-1916) 

verh. 1919 in Münsingen mit Renata von Harrach (1882-1961) 

Kinder: 1.) Carl-Ferdinand (1920-1949), 2.) Andreas (1922-1993)  

  • Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Berlin
  • 1901 Annahme beim Corps Borussia Bonn
  • 1904 Promotion zum Dr. jur. in Heidelberg
  • 1904-1905 Militärdienst
  • November 1906 Eintritt in den Dienst des Auswärtigen Amtes
  • Diplomatischer Dienst in Washington, Brüssel und Lissabon
  • Herbst 1912 Zweiter Sekretär der Deutschen Botschaft in London
  • 1914-1915 Kriegsteilnehmer
  • Juli 1915 Legationsrat in Bern
  • 1917 Beteiligung an der „Einschleusungsaktion“ von Lenin durch die deutsche Regierung
  • Mai bis Juli 1919 Koordinator der politischen Abteilung der Friedensdelegation in Versailles
  • 1920 Vortragender Rat beim Wiederaufbau der Botschaft in London
  • 1921 Leitung der England-Amerika-Abteilung im Auswärtigen Amt
  • 1921 Ernennung zum Ministerialdirektor
  • 1922 Repräsentant der Familie von Stumm im Aufsichtsrat der Halberger Hütte
  • 1924 Staatssekretär im Auswärtigen Amt durch Gustav Stresemann (bis Juni 1930)
  • Teilnahme an wichtigen Konferenzen, u.a. der Locarno-Konferenz
  • Mitglied der dreiköpfigen deutschen Delegation beim Völkerbund
  • 1930 Botschafter in Rom
  • 1932 Versetzung in den Ruhestand
  • Mittelpunkt einer „besseren Gesellschaft“ der Reichshauptstadt in der Berliner Magarethenstraße  

Lit.: Auswärtiges Amt (Hg.), Gedenkfeier zum Sechzigsten Todestag von Staatssekretär Ago Freiherr v. Maltzan (31. Juli 1877–23. September 1927) und zum Vierzigsten Todestag von Staatssekretär Dr. Carl v. Schubert (15. Oktober 1882–1. Juni 1947), Bonn 1987
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Abb.: Schleiden, Illustrierte Geschichte, S. 191