Buhl Franz Armand
Weingutbesitzer, Mitglied und Vizepräsident des Reichstags
* 2. August 1837 in Ettlingen
† 5. März 1896 in Deidesheim


V.: Franz Peter Buhl (1809-1862), Gutsbesitzer; M.: Josefine Jordan (1813-1872) 

verh. 1865 mit Julie Schellhorn-Wallbillich (1847-1901) 

Kinder: 1.) Franz Eberhard (1867-1921), 2.) Tochter  

  • naturwissenschaftliches Studium mit anschl. Promotion (Dr. phil.) in Heidelberg
  • 1859-1867 Mitglied des Nationalvereins und nach 1883 Anführer der pfälzischen Nationalliberalen Partei
  • Verwalter, später Mitinhaber des familiären Weinguts „F.B. Buhl“ in Deidesheim
  • Vorsitzender zahlreicher Gremien im Bereich Handel, Landwirtschaft und Weingut im Königreich  Bayern und der Pfalz
  • 1871-1893 Mitglied des Reichstags für den Wahlkreis Pfalz 5 (Homburg) für die Nationalliberale Partei (1.-7. Legislaturperiode)
  • 1873-1896 Mehrmaliges Zentralausschuss- und Vorstandsmitglied der Nationalliberalen Partei
  • 1873-1893 erfolgreicher Einsatz zum Einfuhrverbot ausländischer Rebstöcke
  • 1881-1886 Präsident des pfälzischen Landrats
  • 1883-1887 Vorsitzender der Reichstagsfraktion der Nationalliberalen Partei; gemeinsam mit H. Marquardsen
  • 1884 Mitverfasser des sog. „Heidelberger Programms“
  • 1887-1890 Erster Vizepräsident des Reichstags in der 7. Legislaturperiode
  • 1889-1896 Mitglied des Reichsrats Bayerns  

Lit.: Haunfelder, Liberale Abgeordnete, S. 95f
Bkl