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Braun Max [Matthias Josef]

Journalist, Vorsitzender der SPD/ Saar, Widerstand gegen das NS-Regime
* 13. August 1892 in Neuss
† 3. Juli 1945 in London




Bestattung der Urne auf dem Hauptfriedhof in Neuss 

V.: N.N. Braun, Eisenbahner; M.: N.N. Scholten 

verh. 1924 in Neuss mit Angelika Stratmann (1897-1966) 

  • Besuch der Volksschule in Neuss
  • Lehrerausbildung
  • 1919 Engagement in der Kommunalpolitik
  • 1920 Mitglied des Stadtrates Neuss; Vorsitzender der SPD-Fraktion
  • Redakteur der SPD-Zeitung „Der freie Sprecher“
  • 1923 Abordnung durch die SPD an die Saar; Chefredakteur der „Volksstimme“
  • 1925-1928 Zweiter Vorsitzender der SPD an der Saar
  • 1925 Mitglied des Saarländischen Landesrates
  • 1928 Erster Vorsitzender der SPD an der Saar (bis 1935)
  • 1932 Mitglied des Stadtrates Saarbrücken
  • 1933-1935 Chefredakteur der SPD-Zeitung „Deutsche Freiheit“
  • Mitwirkung im Abstimmungskampf gegen die Nationalsozialisten; Kooperation mit der KPD
  • 13. Januar 1935 Saarabstimmung; Rückkehr des Saargebietes ins Deutsche Reich
  • 1935 Emigration nach Forbach/ Frankreich; Mitbegründer einer Beratungsstelle für Saarflüchtlinge
  • 1935-1936 Mitwirkung am Aufbau einer Volksfront gegen die NS-Diktatur (sog. Lutetia-Kreis)
  • April 1936 Schließung des Durchgangslagers Forbach; Umzug nach Paris
  • Gründung des Office Sarrois für sozialdemokratische Emigranten (bis 1939)
  • 3. Dezember 1936 Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft
  • Dezember 1937 Neuherausgabe der „Deutschen Freiheit“ (bis April 1939)
  • Sommer 1938 Mitarbeit im Thomas-Mann-Ausschuss in Paris
  • Frühjahr 1940 Eintrag in die Sonderfahndungsliste G.B. durch das Reichssicherheitshauptamt
  • 1940 Flucht nach Großbritannien; Mitarbeit im Soldatensender Calais und in der Gruppe der Parlamentarier um Karl Höltermann
  • 1945 Internierung auf der Ilse of Man
  • 19. November 1946 Beschluss des Stadtrates Saarbrücken zur Benennung einer Straße
  • 1951 Umbenennung der Großherzog-Friedrich-Straße in Max-Braun-Straße
  • 1952 Plan zur Überführung der Urne auf den Hauptfriedhof Saarbrücken
  • 3. Juli 1955 zwischenzeitliche Bestattung der Urne auf den Saarbrücker Hauptfriedhof
  • 25. September 1955 Rückbenennung in Großherzog-Friedrich-Straße
  • 1955-1957 Ehrengrabstätte auf dem Hauptfriedhof in Saarbrücken
  • März 1957 Überführung der Urne ins Familiengrab in Neuss
  • 2005 Stiftung der Max-Braun-Medaille durch die Saar-SPD
  • 8. Dezember 2015 Posthume Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Saarbrücken
  • 2016 Gestaltung des Grabes in Neuss als Ehrengrab
  • 13. Juli 2016 Übergabe der Ehrenbürgerurkunde an die Familie
  • Hinweis: Max-Braun-Straße und Max-Braun-Platz in Saarbrücken, Stadtteil St. Johann, in Neunkirchen und in St. Ingbert; Max-Braun-Zentrum für Bildung und Freizeit in Steinberg-Deckenhardt 
 

Lit.: Gerhard Paul, Max Braun. Eine politische Biographie, St. Ingbert 1987
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Abb.: Archiv des Landtages des Saarlandes



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