Suche



Ney Hubert

Ministerpräsident
* 12. Oktober 1892 in Saarlouis
† 3. Februar 1984 in Saarlouis




bestattet auf dem Friedhof Neue Welt in Saarlouis V.: Hubert Ney († 1956), Kaufmann; M.: Pauline Steinfeld

verh. mit Elisabeth Notton (1902-1985), vier Kinder
  • 1912 Abitur am humanistischen Gymnasium Saarlouis
  • 1912-1914 Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg
  • 1914-1918 Kriegsfreiwilliger im Rheinischen Feldartillerieregiment Nr. 8 „Graf Holtzendorff“; Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse sowie mit dem Verwundetenabzeichen
  • 1917 Einsatz in Südfinnland; Ernennung zum Leutnant
  • April 1918 schwere Verwundung (Verlust des rechten Armes)
  • Lazarettaufenthalte in Finnland und Danzig
  • 1918-1920 Fortsetzung des Studiums in München und Bonn
  • 1920 Eintritt in die Zentrumspartei
  • 1920 Erste Staatsprüfung in Köln
  • 1921 Promotion zum Dr. iur. in Heidelberg
  • Referendarzeit bei Gerichten des Saargebietes, Staatsanwaltschaft Saarbrücken, Oberlandesgericht Köln
  • 1924 Große Staatsprüfung am Justizministerium in Berlin
  • 1924 Niederlassung als Rechtsanwalt beim Amtsgericht und OGH in Saarlouis
  • 1934 Verteidiger im „Röchling-Prozess“ vor dem vom Völkerbund eingesetzten Internationalen Gericht in Saarlouis
  • 1939-1940 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter beim Oberpräsidium Brandenburg in Berlin
  • 1944-1945 Ausübung der Anwaltstätigkeit in Hasborn/ Saar
  • September 1946 Wiederzulassung als Rechtsanwalt (Praxis ruhte)
  • 1946 Mitbegründer der Christlichen Volkspartei; Austritt wegen der Haltung in der Rückgliederungsfrage
  • Juni 1952 Audienz bei Papst Pius XII. wegen der drohenden Gründung eines Saarbistums
  • 5. Juni 1952 Gründungsvorsitzender der CDU-Saar
  • 23. Oktober 1955 Saarabstimmung; Ablehnung des Status quo
  • 18. Dezember 1955 Landtagswahlen
  • 10. Januar 1956 Wahl zum Ministerpräsidenten
  • 1. Januar 1957 Staatsakt zur Aufnahme des Saarlandes als Bundesland
  • 25. März 1957 Rücktritt
  • 19. Mai 1957 Wahl von Egon Reinert zum Vorsitzenden der CDU-Saar
  • 4. Juni 1957 Minister der Justiz im 1. Kabinett Reinert (bis 21. Januar 1959)
  • 30. Juni 1957 Vereinigung der CVP mit der bayerischen CSU
  • 6. Dezember 1958 Gründung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Demokraten (CDU und CVP/ CSU); Verweigerung des Rücktritts durch Ney
  • 21. Januar 1959 Rücktritt von Ministerpräsident Reinert
  • 26. Februar 1959 Bildung des 2. Kabinetts Reinert ohne Hubert Ney
  • 2. März 1959 Austritt aus der CDU-Landtagsfraktion
  • 1959 Gründung der Christlich Nationalen Gemeinschaft (CNG), erster Landesvorsitzender
  • Mitglied im Stadtrat Saarlouis
  • 19. April 1959 Vereinigung der CDU mit der CVP/ CSU
  • 23. April 1959 Unfalltod von Ministerpräsident Reinert
  • 1959 Wiederaufnahme der Rechtsanwaltstätigkeit in Sozietät mit Dr. Alfred Gass und Dr. Herbert Müller
  • 1967 Beendigung der Tätigkeit als Rechtsanwalt
Lit.: ZGSaarg. 53/54 (2005/06), S. 371-384
Con
Abb.: Landesarchiv Saarbrücken B 2366/3 D   


Zurück


Verantwortlich für den Inhalt:
Prof. Dr. Joachim Conrad
Sprenger Straße 28
66346 Püttlingen
info@saarland-biografien.de