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Bürckel Josef

NS-Gauleiter, Reichsstatthalter, Volksschullehrer
* 30. März 1895 in Lingenfeld/ Pfalz
† 28. September 1944 in Neustadt/ Weinstraße





V.: Michael Bürckel, Bäcker; M.: Magdalena Zoller  

  • Besuch der Volks- und Realschule in Karlsruhe
  • 1909-1914 Besuch der Lehrerbildungsanstalt Speyer
  • Herbst 1914 Kriegsfreiwilliger im Landauer Artillerieregiment
  • 1916 Entlassung als „nicht mehr verwendungsfähig“
  • 1916-1919 Fortsetzung der Ausbildung in der Lehrerbildungsanstalt Speyer
  • 1919 Anstellungsprüfung
  • 1920-1927 Hilfslehrer in Rodalben und in Nußbach
  • 1921 Eintritt in die NSDAP
  • 1924 Mitwirkung am Kampf gegen die Separatisten in Pirmasens
  • 1925 Wiedereintritt in die NSDAP; SA-Brigadeführer
  • 24. März 1926 Wahl zum Gauleiter der Rheinpfalz durch die Ortsgruppenleiter in Kaiserslautern
  • 1929/30 Herausgeber der Gau-Zeitung „Eisenhammer“
  • September 1930 Abgeordneter des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Rheinlandpfalz-Saar (bis 28. September 1944)
  • 1930 Herausgeber der Gau-Zeitung „NSZ-Rheinfront“, ab 1940 „NSZ-Westmark“ (bis zum Tod)
  • Februar 1933 Ernennung zum Beauftragten der NSDAP für das Saargebiet
  • 7. August 1934 Ernennung zum Saarbevollmächtigten der Reichsregierung; NSKK-Gruppenführer
  • 13. Januar 1935 Saarabstimmung
  • 30. Januar 1935 Oberster Repräsentant der Reichsaufsicht und Regierungschef im Saarland (bis 1. März 1935)
  • Januar 1936 Vereinigung zum Saarpfalzgau mit Sitz in Neustadt/ Weinstraße
  • 17. Juni 1936 Ernennung zum „Reichskommissar für das Saarland“ durch einen Führererlass; SA-Obergruppenführer
  • 9. November 1937 Eintritt in die SS
  • 13. März 1938 Einsetzung als kommissarischer Leiter der NSDAP in Österreich zur Durchführung der Volksabstimmung über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich
  • 25. April 1938 Ernennung zum „Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ (bis 31. März 1940)
  • 30. Januar 1939 Gauleiter des Reichsgaus Wien (bis 7. August 1940)
  • Februar 1939 zusätzliche Ernennung zum kommissarischen Leiter der Zivilverwaltung in Mähren
  • 1939 Obergruppenführer im Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK)
  • 2. August 1940 Ernennung zum Chef der Zivilverwaltung im Département Moselle durch einen geheimen Erlass Hitlers
  • 15. September 1940 Ernennung zum Ehrenbürger Saarbrückens; Umbenennung der Metzer Straße in „Joseph-Bürckel-Straße“
  • 22. Oktober 1940 Befehl zur Wagner-Bürckel-Aktion (Deportation von rund 6000 Juden aus Baden, der Pfalz und einigen Orten Württembergs nach Südfrankreich in das Internierungslager Gurs)
  • 30. Januar 1941 Übernahme in den „Kommandostab Reichsführer-SS“ als SS-Oberführer
  • 11. März 1941 Installation als „Reichsstatthalter der Westmark“
  • 1942 SS-Obergruppenführer
  • 1944 Räumung der Stadt Metz
  • September 1944 Einleitung der Entmachtung wegen unliebsamer Entscheidungen
  • 28. September 1944 Tod unter ungeklärten Umständen
  • Hinweis: Josef-Bürckel-Straße in Neunkirchen und Saarbrücken, Josef-Bürckel-Siedlung in St. Wendel (1935-1945)   

Lit.: Saarbrücker Ehrenbürgerbuch 2002, S. 245-251
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Abb.: Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Bildarchiv

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