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Kirn Richard

Minister, SPS-Fraktionsvorsitzender
* 23. Oktober 1902 in Schiffweiler
† 4. April 1988 in Völklingen




bestattet auf dem Hauptfriedhof in Saarbrücken V.: Nikolaus Kirn, Bergmann; M.: Maria Lambert verh. 1927 mit Luise Bleibtreu, Sekretärin

Tochter Ilse

  • 1916 Arbeitsbeginn als Schlepper auf dem Bildstock-Schacht
  • Juni 1917 Wechsel zur Grube Reden; Teilnahme am sog. Brotstreik
  • Oktober 1918 Arbeitsbeginn als Rottenarbeiter der Reichsbahn
  • Januar 1919 wegen Arbeitsmangel entlassen; Rückkehr auf die Grube Reden
  • Tätigkeit für die freie Gewerkschaft
  • 1920 Beitritt zum Bergarbeiterverband
  • 1921 Jugendobmann der Zahlstelle Schiffweiler
  • 1923 Mitglied der Streikleitung im hunderttägigen Ausstand
  • 1923 Mitglied in der SPD
  • Juli 1923 Gewerkschaftslehrgang an der Heimvolksschule Tinz bei Gera
  • 1923 Austritt aus der katholischen Kirche
  • Sommer 1925 Hauerprüfung
  • 1. September 1925 Berufung als hauptamtlicher Jugendsekretär des Bergarbeiterverbandes
  • Frühjahr 1928 Verbandssekretär
  • 26. August 1934 Hauptorganisator einer antifaschistischen Massenkundgebung in Sulzbach
  • 13. Januar 1935 Saarabstimmung
  • 19. Januar 1935 Flucht mit der Familie nach Frankreich
  • 1. Januar 1936 Zuständigkeit für das Rechtsschutzressort im Gewerkschaftshaus in Forbach
  • Anfang Februar 1937 Formierung der „Saarvolksfront“ in Metz
  • 16. November 1937 Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft
  • Verfasser zahlreicher Beiträge für den kommunistischen Sender „29,8“ in Madrid
  • Januar 1938 Distanz zu Max Braun
  • 22. September 1941 Verhaftung in Südfrankreich und Auslieferung an die NS-Behörden
  • 1941-1945 Haft im Zuchthaus Berlin-Moabit
  • 12. April 1943 Verurteilung zu 8 Jahren Zuchthaus durch den Volksgerichtshof, dann ab Mai Haft in Brandenburg-Görden
  • 27. April 1945 Befreiung durch die Rote Armee
  • 30. Juni 1946 Wahl zum Vorsitzenden der SPS
  • Mitglied des Vorbereitenden Ausschusses zur Saarverfassung, danach Mitglied des Verfassungsausschusses
  • Oktober 1946 Direktor für Arbeit und Soziales in der Verwaltungskommission des Saarlandes (bis Dezember 1947)
  • 1947 Vizepräsident der Verfassungskommission
  • 5. Oktober 1947 Wahl in den Saarländischen Landtag
  • 14. Oktober 1947 Vorsitzender der SPS-Fraktion (bis 19. Dezember 1947)
  • 20. Dezember 1947 Ernennung zum Minister für Arbeit und Wohlfahrt sowie stellvertretender Ministerpräsident im 1. und 2. Kabinett Hoffmann (bis 14. April 1951)
  • 14. November 1948 Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN)
  • 10. März 1950 Stellv. Mitglied im Europarat (bis 17. Dezember 1955)
  • April 1951 Austritt der SPS aus der Regierung
  • 14. November 1951 Vorsitzender der SPS-Fraktion (bis 8. Dezember 1952)
  • 23. Dezember 1952 Ernennung zum Minister für Arbeit und Wohlfahrt im 3. Kabinett Hoffmann (bis 9. Juli 1954)
  • 1954-1956 Mitglied des Saargrubenrats
  • 23. Oktober 1955 Saarabstimmung; Exil in Sarreguemines
  • 17. November 1986 Auszeichnung mit dem Saarländischen Verdienstordens
  • Hinweis: Richard-Kirn-Haus in Sulzbach-Neuweiler
Lit.: Klaus-Michael Mallmann/ Gerhard Paul, Das zersplitterte Nein. Saarländer gegen Hitler, Bonn 1989, S. 124-134
HSch
Abb.: Landesarchiv Saarbrücken B 666/14 C (Foto: Presse Photo Actuelle, Saarbrücken)

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