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Schneider Heinrich

Präsident des Saarländischen Landtages, F.D.P.-/ DPS-Politiker
* 22. Februar 1907 in Saarbrücken
† 12. Januar 1974 in Stuttgart




bestattet am 17. Januar 1974 auf dem Friedhof Saarbrücken-St. Johann

verh., drei Kinder 
  • 1926 Abitur
  • 1926-1929 Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Berlin, München und Marburg
  • 1929 Erste Staatsprüfung in Kassel
  • 1930 Promotion zum Dr. iur. in Marburg
  • Oktober 1930 Eintritt in die NSDAP; erstes saarländisches Mitglied des NSRB
  • August 1931 Rückkehr ins Saargebiet
  • 1931 Niederlassung als Rechtsanwalt in Saarbrücken, Mitarbeiter der NS-Wochenzeitung „Saardeutsche Stimme“
  • 1933 Leiter der Saarabteilung der NSDAP (bis zur Auflösung im Februar 1934)
  • 1933 Große Staatsprüfung in Berlin
  • Juni 1933 Regierungsassessor im Preußischen Innenministerium und im Reichsinnenministerium (Saarreferat)
  • 1937 Eröffnung des Parteiausschlussverfahrens
  • 1939-1941 Rechtsanwalt in Mannheim
  • 1941-1942 Kriegsteilnehmer
  • 1942-1945 Dienstverpflichtung als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt; Kriegsgefangenen- und Interniertenbetreuung
  • April 1946 Rückkehr nach Saarbrücken; Arbeit in der väterlichen Schreinerei
  • 1950 Wiederzulassung als Rechtsanwalt in Saarbrücken
  • 1950 Eintritt in die Demokratische Partei Saar (DPS)
  • 2. September 1950 Wahl in den Vorstand der DPS auf ihrem 3. Parteitag
  • Rechtsvertreter der DPS beim Prozess zu ihrem Verbot
  • 1953 Kandidatur auf der Landesliste Rheinland-Pfalz der FDP
  • Wiedergründung des DPS; Wahl zum 1. Vorsitzenden
  • 1955-1965 Mitglied des Landtages des Saarlandes
  • 2. Januar 1956 Wahl zum Präsident des Saarländischen Landtages
  • 13. Dezember 1956 Rücktritt vom Präsidentenamt; Fraktionsvorsitzender der DPS
  • 4. Januar 1957 Wahl zum Mitglied des Deutschen Bundestages (bis 1965)
  • 4. Juni 1957 stellv. Ministerpräsident des Saarlandes; Minister für Wirtschaft, Verkehr, Ernährung und Landwirtschaft
  • 11. August 1957 Mitglied der F.D.P. nach Vereinigung mit der DPS
  • 26. Februar 1959 Rücktritt als Minister
  • 1960 stellv. Bundesvorsitzender der F.D.P.
  • 1962 Ernennung zum Justizrat
  • 1969 Austritt aus der Partei wegen der Regierungsbildung mit der SPD
  • 1971-1974 Mitglied des Ehrengerichtshofes der Rechtsanwaltskammer des Saarlandes
  • 19. November 1972 Wahlempfehlung für die CDU wegen der Ostverträge Willy Brandts
  • 1972 Ernennung zum Geheimen Oberjustizrat
Lit.: Rechtsanwälte an der Saar, S. 301-324HSch
Abb.: Archiv des Landtages des Saarlandes


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