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Schönborn Franz Georg von

Erzbischof und Kurfürst von Trier
* 15. Juni 1682 in Mainz
† 18. Januar 1756 auf Ehrenbreitstein
bestattet im Trierer Dom 




V.: Reichsfreiherr Melchior Friedrich von Schönborn (1644-1717), kurmainzischer Staatsminister; M.: Maria Sophia von Boineburg (1652-1726)

  • Besuch des Jesuitenkollegs in Aschaffenburg
  • 19. Dezember 1695 Empfang der Tonsur
  • 1697 Domizellar in Trier
  • 4. Mai 1701 Übernahme der Propstei von St. Moritz in Augsburg
  • 1701 Erhebung in den Reichsgrafenstand
  • 1702-1703 Studium des Kirchenrechts, der Philosophie und Theologie in Salzburg
  • 1703-1703 Studium des Zivilrechts, der Geographie und der Geschichte in Siena
  • 1704-1706 Fortsetzung der juristischen Studien in Leiden
  • 1705 Domkapitular in Speyer
  • diplomatische Reisen nach Rom, England und Spanien
  • 1706 Domkapitular in Köln
  • Kontakte zum Kaiserhof in Wien durch die Protektion seines Onkels, des Mainzer Erzbischofs Lothar Franz von Schönborn
  • 1711 Krönung Karls VI. in Mainz; Ernennung zum kaiserlichen Kammerherr
  • Februar 1712 Ernennung zum Reichshofrat
  • 1713 Gesandter des fränkischen Kreises und des Kurfürsten Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg in Utrecht
  • 1715 Domkapitular in Münster
  • 1717 Ernennung zum kaiserlichen Geheimrat
  • 1717 Domkapitular in Trier
  • 1720 Domkustos in Trier
  • 1721 Scholaster in Köln
  • 1722 Dekan des Speyerer Domes
  • 1723 Dompropst in Trier
  • 2. Mai 1729 Wahl zum Erzbischof von Trier
  • 7. September 1729 Bestätigung durch Papst Benedikt XIII.; Verleihung des Palliums
  • 18. Oktober 1729 Priesterweihe durch seinen Bruder Friedrich Karl von Schönborn, Fürstbischof von Bamberg und Würzburg
  • 30. Oktober 1729 Bischofsweihe durch Friedrich Karl
  • gescheiterte Kandidatur für den Bischofsstuhl von Lüttich
  • gescheiterte Kandidatur für die Reichsabtei Stablo-Malmedy
  • 1731 Bau der Abteikirche Prüm
  • 1731/32 gescheiterte Kandidatur für den Mainzer Erzstuhl 1731/32
  • 11. August 1732 Wahl zum Bischof von Worms
  • 3. September 1732 Wahl zum Propst von Ellwangen
  • 1733-1737 französische Besetzung des Kurstaates während des Polnischen Erbfolgekrieges
  • 1734 Herausgabe einer Pastoralagende für Trier und Worms
  • 1737-1753 Bau der barocken Propstei und Residenz Ellwangen
  • 1738-1740 Errichtung eines Hochaltars und Chorgestühls im Wormser Dom
  • 1740-1747 Herausgabe eines neuen Rituale, eines Missale und eines Propriums für Worms
  • 1742 Wahl von Karl VII. von Wittelsbach zum Kaiser
  • 1743 Bau an der Abteikirche St. Paulin in Trier
  • 1745 Wahl von Franz III. Stephan von Lothringen zum Kaiser
  • Rückzug aus der Reichspolitik
  • 1746/48 Errichtung eines geistlichen Seminars in Ellwangen
  • 1748 Bau von Schloss Schönbornlust bei Koblenz
  • 1753/54 Straßenordnung und Kammerordnung für das Kurfürstentum Trier
  • Genehmigung der Justiz-, Amts- und Generalvikariatsordnung für das Erzstift
  • Öffnung für die Gedanken der Aufklärung
  • Abschaffung kirchlicher Feiertage, Verbot einzelner Volksbräuche u.a. Exorzismen
  • 1754 Ernennung von Johann Philipp von Walderdorff zum Koadjutor im Erzbistum Trier
  • 18. Januar 1756 in Ehrenbreitstein bei Koblenz
  • Beisetzung des Herzens in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Ehrenbreitstein

Lit.: BBKL 9 (1995), Sp. 623-627
Con

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Prof. Dr. Joachim Conrad
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