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Sötern Philipp Christoph II von

Erzbischof und Kurfürst von Trier, Fürstbischof von Speyer
* 11. Dezember 1567 in Zweibrücken
† 7. Februar 1652 in Trier
bestattet am 10. März 1652 im Trierer Dom 




V.: Reichsritter Georg Wilhelm von Sötern († 1593), kurpfälzischer Oberamtmann; M.: Barbara von Püttlingen († 1607)

  • Dezember 1567 in Zweibrücken lutherisch getauft
  • Förderung durch seinen Taufpaten Philipp Christoph von Sötern, Domkustos von Worms und Archidiakon von Tholey
  • humanistische Ausbildung im Jesuitenkolleg Trier
  • 1582 Nominierung für ein Kanonikat in Trier
  • 1584 Übernahme eines Kanonikats an St. Peter und Paul in Bruchsal
  • 8. Februar 1585 Promotion zum Bakkalaureus artium
  • 2. März 1585 Beginn des Studiums in Pont-à-Mousson
  • Promotion zum Dr. utr. in Pont-à-Mousson
  • 1588 Übernahme des Kanonikates in Trier
  • Kavaliersreise durch Frankreich und Italien
  • Studien in Bologna, Padua und Siena (Immatrikulation August 1590)
  • 1594 Dekan an St. Peter und Paul in Bruchsal
  • 1595 Ernennung zum Domherr in Mainz und in Speyer, dort später Domscholaster
  • 1594 Teilnahme am Reichstag in Regensburg als Vertreter des Bischofs von Speyer
  • 15. Oktober 1595 Empfang der Diakonsweihe
  • 2. Oktober 1600 Chorbischof und Archidiakon an der Domkirche in Trier
  • 1602 Ernennung zum Propst von St. Georg in Limburg durch den Trierer Erzbischof Lothar von Metternich
  • 1603 Propst an St. Peter und Paul in Bruchsal
  • 1603 Vertreter des Erzbischofs von Trier beim Reichstag in Regensburg
  • 1604 Verlust der Limburger Propstei durch den vom Papst ernannten Johann Wilhelm Hausmann von Namedy
  • 26. September 1604 Wahl zum Dompropst
  • 10. Dezember 1604 Bestätigung der Dompropstei durch den Papst
  • 2. August 1605 Domscholaster in Trier
  • 1605 Domkustos in Worms; dann Propst des Odenheimer Stiftes in Bruchsal
  • Stiftsherr von St. Alban und St. Viktor in Mainz
  • 1606 Vertreter von Kurmainz auf dem Kurfürstentag in Fulda
  • 1608 Vermittlertätigkeit bei der Gründung der Katholischen Liga
  • 30. Mai 1609 Wahl zum Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge in Speyer
  • 28. Mai 1610 Bestätigung aller Pfründe auf Lebenszeit durch Papst Paul V. außer der Pfründe von Bruchsal und die der Trierer Domkirche
  • 10. Oktober 1610 Antritt der Nachfolge als Bischof von Speyer und als Propst von Weißenburg
  • 22. Oktober 1610 Inbesitznahme des Bistums Speyer
  • 12. Januar 1611 Einzug in Speyer
  • 1611 Kaiserlicher Rat und Richter am Reichskammergericht; Einsatz für die Kaiserwahl Matthias’
  • 12. August 1612 Priesterweihe in Speyer
  • 13./15. August 1612 Bischofsweihe in Speyer
  • 25. September 1623 Wahl zum Erzbischof von Trier
  • 25. November 1623 päpstliche Bestätigung der Wahl
  • 1623-1625 Kommendatarabt von St. Maximin in Trier
  • Förderung der Jesuiten und Kapuziner
  • Rückerwerb der Vogteien Odenheim und Waibstadt für das Hochstift Speyer
  • 1623 Ausbau der bischöflichen Residenz Udenheim zur Festung Philippsburg
  • 12. März 1624 Empfang des erzbischöflichen Palliums durch Urban VIII.
  • 1625/1627 Offener Konflikt mit den Trierer Ständen
  • 1629 Einzug der Truppen der Liga in Trier
  • März 1630 spanische Besetzung Triers
  • 9. April 1632 Übernahme des Schutzes des Kurstaates durch Frankreich
  • 12. April 1632 Neutralitätsvertrag mit Schweden
  • 20. August 1632 Eroberung Triers durch die Franzosen für den Erzbischof; völliger Bruch mit dem Domkapitel
  • Mai 1634 Versuch, Kardinal Richelieu zum Koadjutor in Speyer zu machen
  • 26. März 1635 Eroberung Triers durch die Spanier; Gefangennahme des Erzbischofs
  • 1635-1645 Haft in Luxemburg, Namur, Genf, Linz und seit August 1636 in Wien
  • Ausschluss des Kurfürsten von den Reichstagen 1636 und 1640
  • 12. April 1645 Freilassung nach vertraglichen Vereinbarungen mit Kaiser und Trierer Domkapitel
  • 1. September 1645 Rückkehr nach Koblenz; erneute Verbindung mit Frankreich
  • 30. September 1645 Erwerb von Teilen des Kondominiums Merzig-Saargau
  • November 1645 Besetzung von Trier; offener Konflikt mit dem Domkapitel
  • Ernennung von Philipp Ludwig von Reiffenberg zum Dompropst
  • 1648-1649 Bau des Schlosses in Merzig
  • 24. April 1649 Ernennung von Philipp Ludwig von Reiffenberg zum Koadjutor
  • Juni 1649 Eroberung Triers durch das Domkapitel
  • 1650 Ernennung von Karl Kaspar von der Leyen zum Koadjutor

Lit.: Saarländische Lebensbilder Bd. 4 (1989) S. 11-38
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Abb.: Landesbildstelle Saarland im LPM Saarbrücken 



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