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Moscherosch Johann Michael

(Pseudonym: Philander von Sittewalt)
Politiker und Dichter
* 7. März 1601 in Willstätt/ Ortenau
† 4. April 1669 in Worms




V.: Michael Moscherosch, Amtmann; M.: Veronika Beck

verh. 1628 in 1. Ehe mit Esther Ackermann († 1632), 1633 in 2. Ehe mit Maria Barbara Paniel (1615-1635), 1636 in 3. Ehe in Finstingen mit Anna Maria Kilburg

Kinder aus 1. Ehe: 1.) Sohn († 1632), 2.) Sohn; Sohn aus 2. Ehe: 3.) Ernst Bogislav (* 1635)

  • aufgewachsen in Willstätt, Grafschaft Hanau-Lichtenberg
  • 1612-1621 Besuch des Gymnasiums von Strasbourg
  • 1621-1624 Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Literatur an der Humanistenfakultät Strasbourg
  • 1624 Promotion zum Magister in Strasbourg; Mitglied der Aufrichtigen Tannengesellschaft
  • 8. April 1624 Immatrikulation in Genf
  • Studienreise nach Lyon, Bourges, Orléans, Angers, Savoyen und Paris
  • 1. August 1626 Hofmeister der Söhne von Graf Johann Philipp II. von Leiningen-Dagsburg
  • 1628 Verlust der Stelle
  • 1631-1634 Hof- u. Rentmeister bei Graf Peter Ernst von Kriechingen, Amtmann in Saarwellingen
  • 1635-1642 Amtmann in Finstingen im Auftrag von Ernst Bogislav Herzog von Croÿ-Arschot
  • 1641 Verlust seines Viehs durch Plünderung
  • 1642 Flucht nach Strasbourg, Sekretär des schwedischen Residenten
  • 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft in Köthen
  • 1645-1655 Fiskal ("Frevelvogt") des Polizeigerichtes in Strasbourg; Verantwortung für "Policey-Ordnung"
  • 1655 Anklage wegen Ehebruchs und Ausweisung aus Strasbourg
  • 1656-1660 erst Rat, dann Präsident des Regierungskollegiums des Grafen Friedrich Casimir von Hanau-Münzenberg
  • 1660-1663 Wechsel in den Dienst des Kurstaates Mainz
  • 1663-1667 Amtmann des Grafen Johann Anton Kratz von Scharffenstein
  • 1667 Bediensteter des Grafen Johann Ludwig von Salm-Dhaun

Lit.: Walter E. Schäfer, Johann Michael Moscherosch. Staatsmann, Satiriker und Pädagoge im Barockzeitalter, München 1982
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Abb.: Kupferstich von Peter Aubry (1652)

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