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Barslai Benyamin Zeew

(Biegeleisen Walter)
Rabbiner
* 9. Dezember 1923 in Mannheim
7. Februar 2005 in Bremen
bestattet am 9. Februar 2005 in der Familiengruft der Familie Barslai in Sichron-Yaakov/ Israel





V.: Salomon Biegeleisen/ Schlomo Barslai (1901-1986), Kantor und Religionslehrer; M.: Rosa Weissberg (1901-1980)

verh. seit 1. Juli 1946 mit Malka Ofner

Kinder: 1.) Dov-Levy (* 1948; 2.) Judith
 

  • 1929 Umzug von Sulzburg nach Bensheim
  • Besuch der Ev. Volksschule Bensheim
  • Besuch des Gymnasiums ins Bensheim (bis 1934) und einer jüdischen Schule in Darmstadt
  • 1. März 1935 Verlegung des Wohnsitzes von Bensheim nach Zwingenberg
  • 15. November 1935 Übersiedlung nach Palästina
  • Besuch der Volksschule, anschließend zweijähriger Aufenthalt im Internat, Abitur
  • Beschäftigung als Polizeioffizier, später Geschäftsführer eines Warenhauses
  • Talmudstudium, Tätigkeit als Religionslehrer und Kantor
  • 1944 Beendigung des Studiums an der Rabbinerhochschule „Tiferet-Yisrael“ in Haifa; Hebraisierung des Familiennamens (Biegeleisen/ Barslai)
  • bis 1961 Tätigkeit als Rabbinerassistent in Israel, von Militärdienst mehrerer Jahre unterbrochen
  • 1961 Vorbeter in der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, später Wechsel zur Jüdischen Kulturgemeinde Essen
  • 1965 Berufung an die Synagogengemeinde Saar; Herausgabe der Schallplatte „Synagogengesänge Israels“
  • Anfang 1966 Erwerb des Rabbiner-Diploms
  • Sommersemester 1966 Studentenrabbiner an der Universität des Saarlandes (bis Wintersemester 1969/1970), erster Studentenrabbiner in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg
  • 1966-1967 Studium der Evangelischen Theologie, der Orientalistik, Semitistik und Islamkunde an der Universität des Saarlandes
  • 1974 Promotion zum Dr. phil. in Saarbrücken unter Prof. Dr. Helmut Gätje
  • 1. September 1969 Übernahme des Rabbinats der Jüdischen Gemeinde Malmö
  • April 1971 Übernahme des Rabbinat der Israelitischen Gemeinde Biel/ Schweiz
  • 1983 Übertragung des Buches „Die Judenretter aus Deutschland“ von Anton Maria Keim ins Deutsche
  • 1985 Dienst als Rabbiner, Richter und Kantor in der Jüdischen Gemeinde Bremen
  • Lehrauftrag an der Universität Bremen im Fachbereich Religionswissenschaften
  • August 1990 Ernennung zum Honorarprofessor
  • 1992 Publikation des Buches „Aus den Tiefen rufe ich zu Dir“ mit jüdischen Gebeten
  • 1993 Publikation des Buches „Weise ist des Rabbis Rat“ über chassidische Lebensweisheiten
  • 2006 Gründung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bremen
  • Hinweis: Benyamin-Barslai-Stiftung in Bremen 

Lit.: Franz Josef Schäfer, Benyamin Barslai (1923-2005). Der dienstälteste deutsche Rabbiner lebte von 1929 bis 1935 unter dem Namen Walter Biegeleisen in Bensheim, in: Geschichtsblätter Kreis Bergstraße 38 (2005), S. 175-194
FJS
Abb.: Universitätsarchiv Saarbrücken



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