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Hillenbrand Karl

Generalsekretär des Christlichen Gewerkschaftsbundes Saar
* 15. Oktober 1881 in Neuhof bei Fulda
† 24. November 1954 in Bonn
bestattet am 29. November 1954 auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken




V.: Andreas Hillenbrand (1833-1906), Bauer; M.: Louise Henkel (1843-1916)

 

verh. am 19. Januar 1910 in Herschbach/ Kreis Montabaur mit Johanna Margaretha Dickopf (1884-1949)

 

Kinder: 1.) Karl (1910-1948); 2.) Frieda Johanna (1911-1995); 3.) Luise Maria (1913-2014); 4.) Helena Luzia (1919-2000); 5.) Elisabeth (*/† 1922); 6.) Rosamaria Regina (* 1926)  

  • 1887-1895 Besuch der Volksschule Neuhof bei Fulda
  • 1895-1898 Maurerlehre in Siegen, Geselle
  • 1900 Eintritt in die Zentrumspartei
  • 1901-1903 Militärdienst
  • 1906 Geschäftsführer der Christlichen Bauarbeiter im Siegerland
  • 1913 Christlicher Gewerkschaftssekretär in Saarbrücken
  • 1914-1918 Kriegsteilnehmer
  • 1920 Landesgeschäftsführer der Christlichen Gewerkschaften im Saargebiet
  • 1920-1935 Mitglied des Stadtrates Saarbrücken
  • 1929-1933 Mitglied des Preußischen Landtags in Berlin; Mitglied des interfraktionellen Saar-Ausschusses
  • 1934 Beitritt des Zentrums Saarbrücken zur „Deutschen Front“
  • 1935 Auflösung des Christlichen Gewerkschaftsbundes Saar durch die „NS-Deutsche Arbeitsfront“; Entlassung
  • Funktionen im Versicherungswesen in Berlin und Köln
  • 1935 Ernennung zum Ratsherr in Saarbrücken, kein Beitritt zur NSDAP
  • Mitglied im Beirat für die Städtischen Werke, Aufsichtsrat der „Ferngas-Ges. Saar“ sowie der Saarbrücker Straßenbahn-AG.
  • verdeckte Zusammenarbeit mit dem von der Gestapo gesuchten Arbeiterführer Jakob Kaiser in Berlin
  • 22. August 1944: Verhaftung durch GeStaPo, Haft im Lager „Neue Bremm“
  • Entlassung mangels Beweises der Zugehörigkeit zum Umfeld der Widerständler des 20. Juli
  • November 1944 Evakuierung in Neuhof (bis Juni 1945); Rückkehr nach Saarbrücken
  • 1945 Von der Entnazifizierung „nicht betroffen“
  • 1946 Mitarbeit am Wiederaufbau des Christlichen Gewerkschaftsbundes Saar
  • 1947 Generalsekretär des Christlichen Gewerkschaftsbundes Saar, Beitritt zum CVP
  • Chefredakteur der „Gewerkschaftlichen Rundschau“ (CGB-Saar)
  • 13. Juni 1947 Ausweisung durch die französische Militärregierung in den Westerwald als „Gefährder“ der Anbindung des Saarlandes an Frankreich
  • 1947/48 Erlaubnis der Rückkehr ins Saarland zum Weihnachtsfest
  • 17. März 1948 Tod des einzigen Sohnes in polnischer Gefangenschaft
  • 22. Februar 1949 Tod der Ehefrau
  • 1950 Austritt aus der CVP und Wechsel zur DPS, Beisitzer im Landesvorstand
  • 6. Februar 1952 Mitgründer der CDU-Saar (nach dem Verbot der DPS)
  • 1952 Eintritt in den Ruhestand, Aktivist der „Wählt-weiß-Kampagne“ vor der Landtagswahl 1952
  • Aufsichtsratsvorsitze im Versicherungswesen
  • Zusammenarbeit mit Jakob Kaiser, dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, gegen das „Europäisierungsstatut“
  • 24. November 1954 Tod in Bonn bei politischen Verhandlungen
  • 29. November 1954 Beisetzung in Anwesenheit u.a. von Bundesminister Jakob Kaiser und Bundesratspräsident Peter Altmeier 

Lit.: Nachruf, in: Saarländische Volkszeitung vom 26. November 1954 
Wsz

 



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