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Scheuer Peter

Präsident des Landesrats für das Saargebiet
* 5. Juni 1882 in St. Ingbert
† 15. Juni 1944 in St. Ingbert





verh. 1907 mit Franziska Paul (* 1883); vier Kinder  

  • Mögliche Ausbildung im Druck- oder Journalismusbetrieb
  • 5. März 1900 Übernahme der Korrespondenz Carl Voss’ in St. Ingbert und Korrespondent zahlreicher Tageszeitungen im pfälzischen und bayerischen Gebiet
  • Anfang 1915 Kurze Einberufung ins Landsturmregiment Germersheim
  • 1915 Übernahme der Schriftleitung der „Westpfälzischen Zeitung“ (durchgehend bis 1944)
  • Eintritt in die Christliche Volkspartei (CVP)
  • 1922-1935 Mitglied des Landesrats des Saargebiets in allen vier Wahlperioden
  • 1924 Berufung zum (zunächst stellvertretenden) Präsidenten des Landesrats durch den Präsidenten der Regierungskommission in der Nachfolge Bartholomäus Koßmanns (bis 1935)
  • Ausgeprägte Referententätigkeit für den „Bund der Saarvereine“ im Deutschen Reich
  • 1930-1935 Mitglied und CVP-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat St. Ingbert
  • Dezember 1931 Bezirksleiter der neu gegründeten katholischen Interessensgruppe „Pfalzwacht“ in Ensheim
  • Befürworter des Anschlusses des Saargebiets an das Deutsche Reich im Kontext der Saarabstimmung 1935
  • Eintritt in die Deutsche Front (DF)
  • 1935 Auflösung des Landesrats
  • 1937 Eintritt in die NSDAP nach mehrmaliger Ablehnung
  • Oktober 1938 Reiseteilnehmer saarländischer Gaupressewarte in Gebiet der „Ostmark“
  • Nachlass im Saarländischen Landesarchiv  

Lit.: Peter Wettmann-Jungblut, Peter Scheuer. Katholisches Kredo und nationale Kommunitas, in: Ludwig Linsmayer (Hg.), Der 13. Januar. Die Saar im Brennpunkt der Geschichte (= Echolot. Historische Beiträge des Landesarchivs Saarbrücken Bd. 1), Saarbrücken 2005, S. 248-261
Bkl
Abb.: LA Saarbrücken, Nachlass Scheuer, in: ebd., S. 248

 

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