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Siebenpfeiffer Philipp Jakob

Landkommissar in Homburg
* 12. November 1789 in Lahr/ Schwarzwald
† 14. Mai 1845 in Bümpliz/ Schweiz




V.: Philipp Jakob Siebenpfeiffer (1761-1799), Schneidermeister; M.: Catharina Dorothea Bittenbring

verh. 1814 in Freiburg/ Breisgau mit Emilie von Weißeneck († 1835) 

  • 1804 Amtsschreibergehilfe in Lahr
  • 1806 Beitritt zum "Bund gegen die Tyrannenherrschaft Napoleons"
  • 1807 Oberamtsaktuar in Lahr
  • 1808 Amtsrenovator in Freiburg/ Breisgau
  • 1809-1813 Jurastudium in Freiburg/ Breisgau
  • 1813 Promotion zum Dr. iur. in Freiburg/ Breisgau
  • 1814 Assessor beim österreichischen Generalgouverneur in Colmar
  • Assessor in Kreuznach, Trier, Ottweiler, Landau, Speyer und Frankenthal
  • 1818 „Landkommissar“ (Landrat) in Homburg
  • 1821 Mitglied der Synode der pfälzischen Landeskirche
  • 1824 Publikation des Epos "Baden-Baden oder Rudolph und Wilhelmina" in Zweibrücken
  • Juni 1827 Mitwirkung an der Gründung des "Central-Musikvereins der Pfalz" in Kaiserslautern
  • 1830 Edition der Zeitschrift „Rheinbayern“; Amtsenthebung
  • Versetzungsbescheid als "Vorstand der Zwangsarbeiteranstalt in Kaisheim bei Donauwörth" mit dem Titel "Polizeycommisär"
  • Ankündigung der Gründung eines "Vereines zur Unterstützung Siebenpfeiffers" durch ein Flugblatt
  • Vorschlag der Bürger, Siebenpfeiffer als Ortsbürgermeister von Homburg zu wählen
  • Initiierung und Teilnahme am Hambacher Fest (27. Mai 1832 bis 1. Juni 1832)
  • 1830 Neugründung der Redaktion der Tageszeitung „Der Bote aus dem Westen“
  • 1831 Umzug von Homburg nach Zweibrücken
  • 1. Januar 1832 Erstausgabe der "Deutschen Tribüne" in Homburg
  • seit Januar 1832 Erscheinen der Zeitung "Der Bote aus dem Westen" unter dem Namen "Westbote" in Oggersheim; Übersiedlung nach Oggersheim
  • 29. Januar 1832 Gründung des "Deutschen Vaterlandvereins zur Unterstützung der freien Presse" (Pressverein)
  • 7. März 1832 zweites Verbot der "Deutschen Tribüne"; zahlreiche Proteste
  • 7. Juni 1832 Einleitung eines Untersuchungsverfahrens am Appellationsgericht in Zweibrücken gegen den Schriftsteller Grosse
  • 18. Juni 1832 Verhaftung in Haardt, Freispruch durch ein Geschworenengericht
  • 26. Mai 1833 Haftbefehl gegen Siebenpfeiffer und weitere Teilnehmer am Hambacher Fest durch die Anklagekammer
  • Juli-August 1833 Landauer Assissenprozeß gegen Siebenpfeiffer weitere Teilnehmer am Hambacher Fest
  • Verurteilung zu zwei Jahren Gefängnis wegen Beamtenbeleidigung
  • 14. November 1833 Flucht aus dem Gefängnis in die Schweiz
  • 1834 außerordentlicher Professor für Straf- und Staatsrecht in Bern
  • 1834 Forderung allgemeiner Bildung und Erziehung in "Ideen zu einer Grundreform der Erziehungs- und Unterrichtsanstalten"
  • 1840 Ernennung zum "Sekretär des Justizdepartments der Republik"
  • 1841 beginnende Geisteskrankheit, letzte Jahre in einer Heil- und Pflegeanstalt in Bümpliz bei Bern
  • 1987 Stiftung des Siebenpfeifferpreises zur Würdigung engagierter Journalisten
  • Hinweis: Siebenpfeifferstraße u.a. in Saarbrücken, Stadtteil Malstatt, in Zweibrücken, in Ludwigshafen und in Homburg und Dr.-Siebenpfeifferstraße in Neustadt/ Weinstraße; Siebenpfeifferhaus in Homburg mit Ausstellungen zu Siebenpfeiffer; Siebenpfeifferschule (Förderschule) in Homburg, Stadtteil Erbach; 2015 Umbenennung des Gymnasium Kusel in "Siebenpfeiffer-Gymnasium" 

Lit.: Saarpfalz-Kreis (Hrsg.) Ein Leben für die Freiheit. Philipp Jakob Siebenpfeiffer; 1789-1845, Konstanz 1989
Ber/ Bur      



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