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Heene Hanns Heinrich

Mediziner, Gutachter der "Aktion T4"
* 11. August 1896 in Ludwigshafen
† 13. April 1948 in Homburg




  • Studium der Medizin; Promotion zum Dr. med.
  • 1. Dezember 1923 Bestallung
  • Tätigkeit als Psychiater in einer Anstalt in Frankenthal
  • 1929-1939 Tätigkeit im Landeskrankenhaus Homburg; Eintritt in die NSDAP
  • 1935 Eintritt in die SS
  • 18. Juni 1936 Abschluss als Facharzt für Nervenleiden
  • 1937 Chefarzt der Neurologischen Abteilung des Landeskrankenhauses Homburg
  • 13. Januar 1938 Abschluss als Facharzt für Nerven- und Gemütsleiden
  • Stellvertretender Direktor des Landeskrankenhauses Homburg
  • Beisitzer des Erbgesundheitsobergerichts Köln
  • Gutachter zur Durchführung von Zwangssterilisierungen in Homburg
  • 1939 Evakuierung und Schließung des Landeskrankenhauses; Deportation der Anstaltsbewohner, u.a. in KZ Hadamar
  • Oktober 1940 Kriegs-Oberstabsarzt der Abteilung Gehorn- und Nervenschussverletzte und Leiter des Reservelazaretts am Landeskrankenhaus Homburg
  • 6. September 1940 Gutachter der "Aktion T4" im Rahmen der Euthanasieprogramme
  • 1945 Verhaftung und Anklage mit Verurteilung (Geldbuße)
  • September 1945 Chefarzt der Neurologischen Abteilung und stellv. Direktor des Landeskrankenhauses Homburg
  • 1946 Dozent der Hochschulkurse am Landeskrankenhaus Homburg 

Lit.: Gisela Tascher, Staat, Macht und ärztliche Berufsausübung 1920-1956. Gesundheitswesen und Politik: Das Beispiel Saarland (= Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart), Paderborn/ München 2010, S. 355
Bkl
Abb.: R. Leppien, Das Landeskrankenhaus Homburg-Saar, in: Saarheimat 19 (8/1975), S. 152 

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Prof. Dr. Joachim Conrad
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