Suche



Kirchner Johanna

Sozialpolitikerin, Parteifunktionärin, Widerstand gegen NS-Regime
* 24. April 1889 in Frankfurt/ Main
† 9. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee





V.: N.N. Stunz; M.: N.N. verh. 1913 (bis 1926) mit Karl Kirchner Kinder: zwei Töchter
  • 1903 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ)
  • 1907 Eintritt in die SPD
  • 1919 Mitbegründerin der Arbeiterwohlfahrt, gemeinsam mit Marie Juachacz
  • 1933 Emigration vor dem NS-Regime ins Saargebiet
  • 1935 Emigration nach Forbach/ Lothringen
  • 1936 Mitherausgeberin eines Informationsblattes gemeinsam mit Emil Kirschmann
  • 1937 Mitglied des in Straßburg gegründeten Hilfskomitees für die Saar-Pfalz
  • Mitarbeit in der „Beratungsstelle für Saarflüchtlinge“
  • 1942 Verhaftung im französischen Exil durch die Vichy-Regierung
  • 9. Juni 1942 Gestapo-Vernehmungen
  • Mai 1943 Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus
  • 20. April 1944 Verurteilung zum Tode durch den Volksgerichtshof in einem Wiederaufnahmeverfahren
  • 9. Juni 1944 Hinrichtung
  • 1990 Stiftung der „Johanna-Kirchner-Medaille“ durch die Stadt Frankfurt/ Main
  • Gedenktafel an der Paulskirche in Frankfurt/ Main
  • 2012 Würdigung durch einen „Stolperstein“ in der Bahnhofstraße in Saarbrücken
  • Hinweis: Hanna-Kirchner-Straße in Saarbrücken, Stadtteil St. Johann

Lit.: Antje Dertinger/ Jan von Trott, „Und lebe immer in Eurer Erinnerung“. Johanna Kirchner. Eine Frau im Widerstand, Berlin 1985
RSc
Abb.: Archiv der sozialen Demokratie, in: Axel Redmer, Biographie des Reichstagsabgeordneten Emil Kirschmann, Birkenfeld 1987, S. 110



Zurück


Verantwortlich für den Inhalt:
Prof. Dr. Joachim Conrad
Sprenger Straße 28
66346 Püttlingen
info@saarland-biografien.de