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Hofer Franz

[bürgerlich: Franz Wygand Wüstenhöfer]
Filmregisseur
* 31. August 1882 in Saarbrücken-Malstatt
† 5. Mai 1945 in Berlin





bestattet auf dem Neueren St. Pauls-Friedhof in Berlin

V.: Carl Wüstenhöfer, Eisenbahn-Betriebsinspektor; M.: Maria Müller (*1852) 

verh. 1911 mit Paula Klär († nach 1949), Schauspielerin 

  • Besuch der Volksschule in Malstatt
  • 1895-1896 Kurzzeitiger Aufenthalt der Familie in Trier, Rückkehr nach Malstatt
  • Studium der Volkswirtschaftslehre und des Maschinenbaus (abgebrochen)
  • 21. September 1899 Amtliche Abmeldung als „Studiosus“ und Umzug nach Berlin
  • 1910 Beginn seiner Tätigkeit als Drehbuchautor am Zentral-Theater Berlin und Schauspieler (erstes Drehbuch zu „Das Geheimnis der Toten“)
  • 1913 Beginn der Tätigkeit als Regisseur mit „Des Alters erste Spuren“ (fragmentarische Wiederentdeckung 1996)
  • ab 1913 Beteiligung an der „Autorenfilmbewegung“
  • 1913 Mitwirkung bei knapp 25 Filmen für die Luna Film GmbH (bis Februar 1915)
  • Entdeckung der Stummfilmschauspielerin Dorrit Weixler (1892-1916)
  • 1914 Freiwilliger Kriegsteilnehmer, Entlassung aufgrund einer schweren Gehirnerschütterung (nach Selbstaussage 1926)
  • Dezember 1914 Thematisierung des 1. Weltkrieges im sozialen Familiengefüge (u.a. in „Winterglocken“)
  • 1915-1916 Regisseur in der Messter-Film-Gesellschaft
  • bis 1918 Wechsel der Produktionsfirmen (u.a. in der Apollo-Filmgesellschaft)
  • Einstieg in die Produktion und Gründung der Hofer-Film GmbH
  • 1919/1920 Veröffentlichung von „Das Cabinet des Dr. Caligari“
  • 1920-1927 Selbstständiger Unternehmer
  • 1929 Veröffentlichung seines letzten Stummfilmes „Madame Lu, die Frau für diskrete Beratung“
  • 1932 Eintritt in die NSDAP
  • 9. Oktober 1933 Beitritt zur Reichsfilmkammer
  • 1933 Veröffentlichung seines letzten Films „Drei Kaiserjäger“
  • Beteiligung als Regisseur bei 84 Filmen, davon 15 erhalten (Stand 1999)
  • nach 1945 Verkauf und Vertreibung seiner Filme auf europäischer Ebene
  • 1990 Wiederentdeckung seiner Filme beim 9. Internationalen Stummfilmfestival in Pordenone
  • 1999 Retrospektive seiner Werke innerhalb der 1000-Jahr-Feier Saarbrückens
  • seit 2002 Vergabe des „Franz-Hofer Preises“ durch das Filmhaus Saarbrücken
  • Hinweis: Piazzetta Franz Hofer in Saarbrücken 

Lit.: Andrea Dittgen, Franz Hofer, Saarbrücken 1999
Bkl/ RSc
Abb.: ebd., S. 3

 

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