Dobisch Fritz (Johann Friedrich)
Gewerkschaftsfunktionär
* 16. Februar 1890 in Merzingen (heute Mönchsdeggingen)
† 7. Juli 1941 im KZ Buchenwald
bestattet in Bous
V.:
Kaspar Dobisch; M.: Sophie Weng
verh.
am 11. Juli 1916 in Bous mit Katharina Portz (* 1890)
- Schreinerlehre
in Nördlingen
- 1914-1918
Kriegsteilnehmer
- 1919
Umzug nach Bous/ Saar
- 1919
Gewerkschaftssekretär beim "Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands"
in Luisenthal
- 1920
Bezirksleiter
- 1927
Wahl zum stellv. Delegierten der „Freien Gewerkschaften“ im sog. Saarausschuss
- 1928-1935
Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) Saar
- Nebenamtliche
Leitung des Fabrikarbeiterverbandes
- 1932-1935
Mitglied des Stadtrats Saarbrücken für die SPD
- Juni
1933 Verantwortlicher der gegründeten „Saarländischen Gewerkschaftszeitung“ mit
wöchentlichen Aufrufen gegen Hitler und die NSDAP
- 17.
Februar 1935 Emigration nach Luxembourg
- Engagement
während des Abstimmungskampfes für den Status quo
- 4.
Juni 1934 Übergabe einer Denkschrift an die Internationale
Arbeitnehmervertretung der 18. Arbeitskonferenz in Genf zum Schutz der
saarländischen Arbeitnehmer
- Redner
bei Veranstaltungen der „Einheitsfront“
- Juni
1939 Aufnahme in die geheime Liste zur „Erfassung führender Männer der
Systemzeit“ durch Himmler
- Februar
1940 Emigration nach Luxembourg
- Mai
1940 Verhaftung; Überstellung an die Gestapo in Trier
- 1940/41
Unterbringung in verschiedenen Gefängnissen und Zuchthäusern
- Gefängnishaft
in Düsseldorf
- 3.
Juli 1941 Einweisung in das KZ Buchenwald; dort ermordet
- Heimliche
Bestattung der Urne durch Schwager Johann Portz auf dem Friedhof in Mettlach
- um
1980 Bestattung in Bous
- Hinweis:
Fritz-Dobisch-Straße in Bous und in Saarbrücken, Stadtteil St. Johann (ab 1986)
Lit.:
Karl Handfest, Fritz Dobisch. Ein Leben für die Arbeiterbewegung, Saarbrücken
1985
RSc/
Bkl
Abb.:
ebd., S. 4
Zurück