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Frank Jakob

Gewerkschafter, Widerstand gegen das NS-Regime
* 28. Februar 1876 in Wiebelskirchen
† 16. Januar 1965 in Saarbrücken




V.: Jakob Frank, Bergmann; M.: ... 

verh. 1899 mit Sofie N.N.

Kinder: sechs Kinder, u.a. Fritz, Eugen, Paula, drei weitere Töchter 

  • 1892 Bergarbeiter auf der Grube König
  • 1906 Beitritt zum Bergarbeiterverein; Mitglied der SPD
  • heimliche Vertreibung der "Bergarbeiter-Zeitung" und der "Saarwacht"; Entlassung und Arbeitslosigkeit
  • Zahlstellenleiter des Bergarbeiterverbandes sowie örtlicher Vertrauensmann im Neunkircher Gewerkschaftskartell
  • Gründung und Vorstand des Arbeitergesangvereins "Bruderbund"
  • Januar 1911 Arbeit auf der lothringischen Grube Spittel
  • 1912-1915 Umzug mit Familie nach Freyming; Sekretär für das lothringische Kohlenrevier für den Bergarbeiterverein
  • 1915-1918 Kriegsteilnehmer; Annäherung an die USPD; Verteilung eines Flugblattes; Verurteilung zu sechs Monaten Gefängnishaft
  • 1918 Heimkehr nach Wiebelskirchen; Sekretär für den Bergarbeiterverein
  • Festnahme und Ausweisung aus Lothringen nach Saarbrücken
  • 1919 Mitglied der USPD
  • Ende 1919 drei Monate Haft
  • 1920/1921 Anschluss an die KPD
  • 1921 Distanzierung von der KPD; Ausschluss aus der KPD; Rückkehr in die USPD
  • 1922 Engagement für die Tageszeitung "Saar-Tribüne" durch Spenden
  • 25. Juni 1922 erfolglose Kandidation der Eheleute zur ersten Landesratswahl
  • Oktober 1922 Rückkehr in die SPD
  • April 1923 Vorstand des SPD-Unterbezirks Saargebiet; Gewerkschafter des Parteiorgans "Volksstimme"
  • Februar 1932 Vorsitz der "Saar-Kampfleitung" der Eisernen Front des Saargebietes
  • März 1933 Führungsmitglied der Saarbrücker Arbeiterwohlfahrt (AWO)
  • November 1933 Umzug nach Altenkessel; örtliche Auskunftsstelle der Einheitsfront für Abstimmungsfragen
  • 18. Januar 1935 Emigration der Familie nach Stiring-Wendel und Forcalquier
  • Internierung für vier Monate in den Lager Les Milles und Château St. Nicholas
  • 23. November 1943 Festnahme durch die Gestapo in Forcalquier; Haft in Nice, Marseille und Paris
  • 2. März 1944 Internierung in das Lager Neue Bremm in Saarbrücken
  • 4. September 1944 Verurteilung durch das Oberlandesgericht zu 18 Monaten Gefängnishaft wegen Vorbereitung zum Hochverrat
  • Aufenthalt im Zuchthaus Ludwigsburg, dann im Gefängnis Ulm
  • 6. April 1945 Entlassung aus der Gefängnishaft
  • Juni 1945 Rückkehr nach Saarbrücken; Engagement für den demokratischen Neuaufbau
  • 1. Juli 1945 Hauptredner bei der Gründung der Einheitsgewerkschaft im St. Ingerberter Karlsbergsaal
  • nach 1945 Berufung in den neu gegründeten Aufsichtsrat und Revisor der Allgemeinen Saar-Konsum GmbH (Asko)
  • bis Ende 1949 Leiter der Kreisversicherungsanstalt Saarbrücken; ehrenamtlicher Vorsitzender der AWO im Saarland; Leiter der Revisionskommission der SPS  

Lit.: Hans-Walter Herrmann, Das zersplitterte Nein. Saarländer gegen Hitler. Widerstand und Verweigerung im Saarland 1935-1945, Bonn 1989, S. 68-73
Bur
Abb.: ebd. Abb. 20



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