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Bayer Heinrich

Ernster Bibelforscher, Widerstand gegen das NS-Regime
* 30. September 1909 in Uchtelfangen
† 15. Mai 1944 im Zuchthaus Brandenburg




verh. 

 

  • Schulzeit und Kindheit in Uchtelfangen
  • ab 1926 Bergmann in der Grube Göttelborn
  • Anfang 1940 erster Kontakt mit den Ernsten Bibelforschern
  • Austritt aus der katholischen Kirche; Beitritt zu den Zeugen Jehovas
  • 15. Juli 1940 Einzug zur Wehrmacht, Verweigerung des Kriegsdienstes
  • Denunziation der Ernsten Bibelforscher in Uchtelfangen durch Bayers Ehefrau
  • 21. November 1940 Verurteilung zum Tode durch das Reichskriegsgericht aufgrund der "Zersetzung der Wehrkraft"
  • Absagung vom christlichen Glauben durch den Einfluss seiner Ehefrau; Begnadigung
  • 16. Dezember 1940 Senkung der Strafe auf zwei Jahre Gefängnis; Festsetzung der Vollstreckung des Urteils bis zum Kriegsende zur Bewährung
  • 24. Januar 1941 Verurteilung der Uchtelfangener Bibelforscher durch das Sondergericht Saarbrücken zu zwei bzw. drei Jahren Zuchthaus
  • Teilnahme am Balkanfeldzug als Soldat
  • bis 6. Dezember 1942 Aufenthalt im Wehrmachtsgefängnis Torgau aufgrund des Vorwurfes der Fahnenflucht
  • Anfang 1943 Betriebswerkmeister in einem kriegswirtschaftlichen Energiebetrieb in Oberleutendorf
  • 17. Dezember 1943 Festnahme aufgrund offener Polemik gegen Hitler, Göring und Goebbels sowie wegen Arbeitsverweigerung
  • 23. März 1944 Verurteilung zum Tode durch das Feldkriegsgericht der Wehrmachtkommandatur Berlin wegen "Zersetzung der Wehrkraft"
  • 21. April 1944 Ablehnung eines Antrages auf Begnadigung durch Generaloberst Friedrich Fromm
  • 15. Mai 1944 Vollstreckung des Urteils im Zuchthaus Brandenburg durch Erschießung 
 

Lit.: Hans-Walter Herrmann, Das zersplitterte Nein. Saarländer gegen Hitler. Widerstand und Verweigerung im Saarland 1935-1945, Bonn 1989. S. 15-18
Bur

     



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