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Brand Karl

Politiker, Gegner des NS-Regimes
* 10. Oktober 1897 in Schwemlingen
† 28. Februar 1978 in Merzig





V.: Karl Brand, Fabrikarbeiter; M.: Elisabeth Schwindling, Hausfrau

verh. 1921 mit Maria Holzhäuser, Pflegerin

fünf Kinder, u.a.: 1.) Philipp († 1942), 2.) Lisbeth (* ca.1920) , ... 

 

  • Besuch der katholischen Volksschule in Schwemlingen
  • Metzgerlehre in Mettlach
  • 1914-1918 Kriegsteilnehmer
  • Jungpfleger in der Heil- und Pflegeanstalt Merzig
  • 1922 Wechsel auf die Dillinger Hütte
  • 1929 Beginn der Arbeitslosigkeit
  • 1929 Eintritt in die Kommunistische Partei; erster Vorsitzender der Kommunistischen Partei in Merzig
  • November 1932 Spitzenkandidat bei den Kommunalwahlen für den Kreisrat und Stadtrat Merzig
  • 13.Januar 1935 „Nein“ bei der Saarabstimmung
  • Koordinierung und Organisation eines Flugblattschmuggels
  • Mitglied der antifaschistischen Aktivistengruppe „Sturmtrupp Engels“
  • Emigration mit seiner Frau und fünf kleinen Kindern nach Frankreich
  • Aufenthalt in Montauban und später in Poitiers/ Vienne; Tätigkeit als Koch
  • 1939 Internierung gemeinsam mit Sohn Philipp bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Internierungslager Camp de Gurs/ Pyrénées
  • Flucht mit dem Sohn aus dem Internierungslager nach Poitiers
  • Sperrung der Lebensmittelzuteilung für Frau und drei kleine Kindern; Rückkehr in die Haft
  • Mai 1941 Rückführung der Familie Brand nach Deutschland
  • Verhaftung durch die Gestapo; Haft im Zuchthaus Zweibrücken
  • Gefangenschaft in den Konzentrationslagern Buchenwald, Natzweiler/ Elsass, Überlingen und Dachau
  • 1945 Befreiung durch amerikanische Truppen
  • Ende 1945 Wiederbegründung der „Sportvereinigung Merzig“; Wahl zum Beisitzer
  • 1956-1960 Mitglied im Merziger Stadtrat
  • Beteiligung an der Wahl des ersten sozialdemokratischen Bürgermeisters in Merzig
 

Lit.: Max Glandien, Deutschland Ja – Hitler Nein! Über Karl Brand, in: Luitwin Blies/ Horst Bernard, Für den Sturz des Naziregimes. Widerstand und Verfolgung von saarländischen Antifaschisten, Saarbrücken 2007, S.107ff
Alb

 

 

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