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Voll Christoph

Bildhauer und Leiter der Kunstschule Saarbrücken
* 25. April 1897 in München
† 16. Juni 1939 in Karlsruhe




bestattet auf dem Friedhof im dänischen Oskby bei Blaavand 

V.: Roman Voll († 1897), Bildhauer; M.: Auguste Felicitas Hösch 

verh. am 4. Mai 1922 mit Erna Sörensen Krake gen. Musse 

Tochter: Karen (* 1924) 

  • Jugendzeit im Waisenhaus des Klosters Kötzting/ Niederbayern
  • 1903-1910 Besuch der Volksschule
  • Besuch der Lehrervorbereitungsanstalt in Deggendorf
  • 1911 Rückzug zur Mutter nach Potschappel/ Dresden
  • Juni 1911 Lehre zum Bildhauer bei Albert Starke in Dresden (bis 1915)
  • 1915-1918 Kriegsteilnehmer
  • 1919 Kurzzeitiger Besuch der Kunstgewerbeschule in Dresden; Schüler von Karl Groß
  • bis 1924 Anfertigung zahlreicher Kaltnadelradierungen
  • April 1919 Aufnahme an die Dresdner Akademie für Bildende Künste, Schüler Selmar Werners (bis März 1923)
  • 1920 Mitglied der Dresdner Sezession und Beteiligung an einer dritter Ausstellung (bis 1925); Freundschaft mit Otto Dix
  • 1920 Ankauf erster Arbeiten Volls durch Paul F. Schmidt für das Dresdner Stadtmuseum
  • 1922 Erste Einzelausstellung in der Kunsthandlung Richter/Dresden und Bezug eines Ateliers
  • 1924 Berufung nach Saarbrücken und Lehrer für Bildhauerei an der Kunst- und Gewerbeschule (bis 1928); Eintritt in den „Bund Bildender Künstler an der Saar“
  • Oktober/ November 1924 Beteiligung in der „Ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung“ in Moskau
  • Zunehmende Konflikte mit dem Leiter Fritz Grewenig
  • 1925 Ernennung zum Professor
  • Anfertigung zahlreicher Feder- und Rötelzeichnungen
  • Sommer 1926 Besuch Volls im Atelier Edvard Munchs bei Oslo und Einzelausstellung in Dresdner Galerie Kühl und Kürne
  • 1927 Einzelausstellung in der Galerie Neumann-Nierendorf in Berlin
  • 1928 Auszeichnung mit dem Großen Akademiepreis der Berliner Akademie und dem Staatspreis für Plastik des Landes Baden
  • Oktober 1928 Ruf an die Badische Landeskunstschule Karlsruhe als Meisterlehrer und Professor für Bildhauerei in Nachfolge Kurt Edzarts
  • Sommer 1930 Ausstellung seiner Skulptur „Die Badende“ im Deutschen Pavillon der Biennale Venedig
  • Erste Anfeindungen nach seiner Jurytätigkeit durch den völkisch-nationalen „Reichsverband“
  • Februar-März 1931 Retrospektive in der Kunsthalle Karlsruhe
  • ab 1933 Ausstellung seiner Werke im Kontext der „Entarteten Kunst“
  • 1934 Ausstellung von Skulpturen (u.a. „Saarkumpel“) in „Deutsche Saar“ in Köln
  • April 1935 Letzte Einzelausstellung in der Mannheimer Kunsthalle
  • Juli 1935 Verfügung des Kultusministeriums zu seinem Ausschluss als Lehrperson bei Erlaubnis zweijähriger Weiterführung seines Ateliers (bis Herbst 1937)
  • ab 1937 Ausstellung und Rettung seiner Werke auf Initiative Edvard Munchs
  • 1957 Beteiligung in Gedächtnisausstellung des Saarländischen Künstlerbundes
  • 1961 Erste Retrospektive in Mannheim
  • 1981 Mehrere Retrospektiven in München
  • 2006 Erwerb und dauerhafte Ausstellung von fünf Skulpturen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg 

Lit.: Stephan Weber, Christoph Voll. Arbeiten auf Papier, mit besonderer Berücksichtigung der Dresdner Zeichnungen und Druckgrafiken im Kontext ihrer Zeit (=Diss. phil.), Köln 1997 [inkl. Werkverzeichnis]
Bkl
Abb.: Zeichnung Otto Dix, Bildnis Christoph Voll, 1921, in: ebd., S. 242 (Nr. 311)

 

 

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