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Kunz Alois I

Widerstandskämpfer
* 8. April 1892 in Marpingen
† 23. Oktober 1943 im KZ Auschwitz




V.: Michel Kunz, M.: Maria Scherer

verh. am 17. Mai 1919 mit Katharina Rosina Dewes

Kinder: 1.) Heinrich (* 1920), 2.) Alois II (* 1923), 3.) Katharina (1927-1939)

 

  • 10. April 1906 Entlassung aus der Volksschule in Marpingen
  • 10. April 1908 Beginn der Bergmannslehre auf der Grube Maybach
  • April 1912 Einzug in die kaiserliche Marine
  • 1914-1918 Kriegsteilnehmer
  • Aushilfe und spätere Übernahme der elterlichen Landwirtschaft
  • 9. Februar 1919 Eintritt in den Verband der Bergarbeiter Deutschlands; Leiter der Zahlstelle Marpingen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (bis 1935)
  • 11. Juli 1920 Kandidatur bei den Gemeinderatswahlen
  • 1. Februar 1920 Eintritt in die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
  • 1922 Mitglied der SPD nach der Wiedervereinigung mit der USPD
  • 21. Oktober 1934 Organisation der einzigen Kundgebung der Einheitsfront im Kreis St. Wendel in Marpingen gegen den Anschluss an Hitler-Deutschland
  • 1934 Verhöhnung und Beschimpfung als Separatist in Nazi-Medien
  • Angriffe durch NSDAP-Aktivisten auf Besitz und Eigentum
  • 31. Mai 1937 Verlust seines Arbeitsplatzes auf der Grube Maybach; Hausdurchsuchung durch den NSDAP-Ortsgruppenleiter
  • 8. September 1939 Verhaftung durch die Gestapo Saarbrücken wegen staatsfeindlicher Äußerungen und Verstoßes gegen das Heimtückegesetz
  • bis 18. September 1939 Inhaftierung in Ottweiler
  • bis 21. September 1939 Inhaftierung in Wittlich
  • 21. September 1939 Überführung in das KZ Sachsenhausen
  • 23. November 1939 Tod der Tochter bei einem Verkehrsunfall
  • Dezember 1939 Erfolglose Versuche der Familie zur Befreiung aus dem KZ
  • 26. August 1942 Überführung in das KZ Auschwitz; Zwangsarbeit im Bergwerk des Nebenlagers Jawischowitz
  • 21. Oktober 1942 Verletzung und Einlieferung in den Krankenbau
  • 14. Dezember 1995 Ehrung als Widerstandskämpfer durch den Marpinger Gemeinderat
  • Hinweis: Gedenktafel am Eingang zu Friedhof Marpingen (seit 17. November 1996) 

Lit.: Eberhard Wagner, Marpingen und der Kreis St. Wendel unter dem Hakenkreuz, Marpingen 2008, S. 680-701. 813-843

Jel
Abb.: Verein Wider das Vergessen und gegen Rassismus, Marpingen



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