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Lackas Matthias

Buchhändler und Verleger
* 28. November 1905 in Merzig
† 29. Mai 1968 in München





V.: Nikolaus Lackas, Volksschullehrer ; M.: Margarete Bauer, Hausfrau

verh. mit Gerda Köhler 
  • 1911-1920 Schulbesuch der Volksschule und des Gymnasiums in Trier
  • 1920-1923 Lehre und Volontariat im Verlag Jacob Lintz
  • 1925-1939 verschiedene Tätigkeiten als Buchhändler, Verlagsvertreter, Anzeigenwerber und Verleger in Neuwied, Berlin, Leipzig und Trier
  • 1939-1942 Anstellung als Korrespondent und Verlagsrepräsentant des „Deutschen Verlags“ (vormals Ullstein-Verlag, Berlin) im Rheinland, ab 1941 als Geschäftsführer der „Versandbuchhandlung Georg Arnold, Berlin“
  • Ansprechpartner des Frontbuchhandels als Mitarbeiter des „Deutschen Archiv Verlags“
  • 1943-1945 Haft wegen Korruptionsvorwürfen
  • Verurteilung zum Tode als „Volksschädling“
  • Flucht und amerikanische Kriegsgefangenschaft
  • 1946 Gründung des Saar-Verlages in Saarbrücken mit Johannes Hoffmann als Geschäftspartner
  • 1949-1963 Nachkriegskarriere als Verleger in Marbach am Neckar („Perlenverlag“) und seit 1958 in München (Umbenennung in „Südwest-Verlag“)
  • 1950-1956 Gründung und Leitung der Buchgemeinschaft „Bücher für alle“; Verkauf an den „Bertelsmann-Lesering“
  • nach 1980 Gründung der „Matthias-Lackas-Stiftung“: Finanzierung von Projekten der Krebsforschung aus dem Nachlassvermögen von Lackas

  Lit.: Hans-Eugen Bühler/ Olaf Simons, Die blendenden Geschäfte des Matthias Lackas. Korruptionsermittlungen in der Verlagswelt des Dritten Reichs, Köln 2004
Mer
Abb.: Aufnahme von 1938, mit freundlicher Genehmigung von Hans-Eugen Bühler/ Olaf Simons

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