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Eberbach Otto

Regierungsbaumeister, Kreisoberbaurat und Architekt
* 17. Juni 1876 Stuttgart
† 10. Juni 1935 Saarbrücken




V.: Heinrich Eberbach, Architekt; M.: Friederike Lochen 

  • 1894 Abitur in Stuttgart
  • Studium der Architektur in Stuttgart und Mannheim
  • Promotion zum Dr. Ing.
  • 1902 Prüfung zum Regierungsbaumeister
  • um 1902 Promotion zum Dr. Ing. an der Technischen Hochschule Stuttgart als erster Promovent der Ingenieurswissenschaften in Württemberg
  • Kurzzeitige Tätigkeit im württembergischen Bauministerium
  • 1903 Ernennung zum Bauinspektor der Stadt Mannheim mit Förderung Richard Perreys
  • verschiedene Projekte in Mannheim, u.a. Luzenbergschule mit Wasserturm
  • 15. Oktober 1907 Ernennung zum Kreisbaumeister und Leiter des Bauamtes des Landkreises Ottweiler (bis 1925)
  • 1907-1925 Erweiterung des Kreisstraßennetzes und Errichtung der Wasserversorgungsanlagen in zahlreichen Gemeinden
  • Mitglied des Stadtrats Ottweiler
  • 1908 Bau der Volksschule Kohlhof (heute Seniorenunterkunft)
  • 1908-1910 Bau des Kreiskrankenhauses Ottweiler (Abriss 1969)
  • 1908-1911 Umgestaltung des Gebäudes des Landratsamts Ottweiler
  • 1908-1915 Bau von drei Schulgebäuden in Schiffweiler
  • 1909-1911 Entwurf zum Bau der sog. Krumpen‘schen Kolonie in Ottweiler
  • 1911 Bau der Volksschule Eppelborn
  • 1911/12 Erweiterung des Rathauses Illingen
  • 1912 Baumeister des Kaiser-Wilhelm-Turms in Tholey (unvollendet, 1927 errichtet)
  • 1913 Bau des Höcherbergturms
  • 1913-1914 Sanierung der Wasserburg Kerpen in Illingen
  • 28. Juni 1914 Grundsteinlegung zum Bau des Schaumbergturmes bei Tholey
  • 1914-1916 Bürgermeister von Ottweiler in Folge der Einberufung Blanks
  • Dezember 1920 Wahl zum Bürgermeister der Stadt Ottweiler durch Stadtrat (gescheitert durch Gehaltsforderung)
  • 1922-1926 Bau des Rathauses der Gemeinde Merchweiler mit Kuppelbau in Wemmetsweiler
  • 1922 Bau des Pfarrhauses der Kath. Gemeinde in Münchwies
  • 1923/24 Entwurf zum Bau der Kreisbeamtenwohnungen in Ottweiler (heutige Illinger Straße)
  • 1925 Suspendierung und Versetzung in den Ruhestand
  • nach 1925 Dozent an der Höheren Technischen Lehranstalt der Bergwerksdirektion Saarbrücken
  • nach 1925 Kurze Tätigkeit als Regierungsbaumeister in Dudweiler, dann freier Architekt
  • 1928/1932 Kandidatur bei Landratswahlen in Ottweiler für die Deutsche Demokratische Partei (erfolglos)
  • Engagement im Reichsbanner sowie der Eisernen Front
  • 1931/32 Bau der evangelischen Kirche von Hirzweiler-Welschbach (= einziger Sakralbau Eberbachs)
  • Februar 1932 Festredner bei Kundgebungen der Eisernen Front und des Reichsbanners; Beginn der Verfolgungen durch Nationalsozialisten
  • Gründungsmitglied des „Initiativkomitee aller Hitlergegner und Friedensfreunde“
  • 1934/35 Eintritt für den status quo im Kontext der Saarabstimmung 

Lit.: Hans Günther Maas, Kreisbaumeister Otto Eberbach. Ein Lebens- und Tätigkeitsbericht, in: Das Landkreis-Neunkirchen-Buch 1 (2017/18), Marpingen 2017, S. 238-250
Bkl/ MSc
Abb.: Friedrich Schmidt (Hg.), Festschrift zur Einweihung des Evangelischen Gemeindehauses Dudweiler, Dudweiler 1930, S. 27


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