Suche



Allinger Gustav

Gartenarchitekt
* 1891 in Lauffen am Neckar
† 1974 in Bonn




  • 1907-1910 Lehre im Atelier für Architektur J. Saame, Heilbronn
  • 1910 Maurerlehrling im Baugeschäft Koch & Mayer, Heilbronn
  • 1910-1911 in Architekturbüros in Heidelberg, u.a. Werkpläne für die Gartenanlage Prof. Dr. Schmeil, Heidelberg
  • 1911-1913 Lehre im Gartenamt Köln unter Gartenbaudirektor Fritz Encke
  • 1913-1914 und 1919-1920 Techniker bzw. Gartentechniker im Gartenamt und in der Friedhofsverwaltung Köln, daneben Vorlesungen an der Kunstgewerbeschule, städt. Handelshochschule und Universität Köln und der Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau Geisenheim, Studienreisen in weiten Teilen Europas
  • 3. Oktober 1919 erster Preis beim Ideenwettbewerb zum Saarbrücker Südfriedhof (heute Hauptfriedhof) mit einem gemeinschaftlich mit dem Architekten Josef Wentzler verfassten Entwurf; nach Allingers Entwurfsanteilen im Wesentlichen Ausführung des Saarbrücker Hauptfriedhofs (heute alter Teil)
  • 1920-1921 Leiter der Neubauabteilung des Hauptfriedhofs Dortmund, 1921-1925 stellv. Leiter der Abt. Gartenkunst, Fa. L. Späth, Berlin
  • 1925-1926 gartenkünstlerische Leitung der Jubiläums-Gartenbau-Ausstellung Dresden und
  • 1927 der Deutschen Gartenbau- und Schlesischen Gewerbe-Ausstellung Liegnitz
  • 1928-1931 Gartenbaudirektor in Hindenburg, Oberschlesien
  • 1932 Gründung der Fa. „Deutsche Park- und Gartengestaltung Allinger & Rothe GmbH“ mit Hermann Rothe, bis 1939 Betriebsleiter, daneben u.a. beratende Tätigkeit
  • Führer der Fachgruppe „Garten, Park- und Friedhofsgestaltung“ im „Reichsverband des Deutschen Gartenbaus“
  • 1933-1935 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst
  • 1934 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gartenkultur
  • 1934-1938 Landschaftsanwalt für die Reichsautobahnstrecke Berlin-Stettin
  • ab 1938 zahlreiche Sonderaufgaben für die Wehrmacht, die Waffen-SS und Rüstungsindustrie
  • nach 1945 Organisator verschiedener Gartenschauen und beratende Tätigkeit
  • 1948-1954 Vizepräsident des neu gegründeten Bundes Deutscher Gartenarchitekten
  • 1952-1959/61 Professor und Direktor am Institut für Gartenkunst und Landschaftsgestaltung an der TU Berlin
  • 1965 Gastprofessur in Izmir
  • Umfangreiches Œuvre: Erholungsanlagen, Sportstätten, Friedhöfe, Freiflächen an Wohnsiedlungen und Schulbauten, Hausgärten, Kuranlagen, Gartenbauausstellungen, sonstige Parkanlagen; planerischer Nachlass im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin; ebenso umfangreiche Veröffentlichungstätigkeit zu verschiedensten Themen der Garten- und Landschaftsgestaltung

Lit.: Rainer Knauf, Zivile und militärische Friedhofs- und Grabmalgestaltung im 20. Jahrhundert. Der Saarbrücker Hauptfriedhof 1912-1959, Saarbrücken 2010, S. 179
Kna

Zurück


Verantwortlich für den Inhalt:
Prof. Dr. Joachim Conrad
Sprenger Straße 28
66346 Püttlingen
info@saarland-biografien.de