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Dechen Ernst Heinrich Carl von

Oberberghauptmann
* 25. März 1800 in Berlin
† 15. Februar 1889 in Bonn




V.: Ernst Theodor von Dechen (1768-1826), Ministerialbeamter; M.: Elisabeth Martinet (1773-1859) 

verh. 1828 mit Luise Gerhard (1799-1838) 

Kinder: 1.) Sophie Henriette Caroline (1831-1864), 2.) Elisabeth (*1833), 3.) Ernestine Henriette Caroline (1837-1850), 4.) Theodor Ludwig Gerhard (1838-1869) 

  • 1813-1818 Besuch des Berlin-Kölnischen Gymnasiums
  • 1819 Studien in Geologie, Mineralogie, Chemie, Physik und Bergbaukunde während Freiwilligenjahr in Pionierkompanie
  • 1820 Königlicher Bergeleve in Grubenverwaltungen in Bochum und Essen
  • 1822-1823 Studienreisen in Belgien und Frankreich
  • 1824 Prüfung zum Bergbaureferendar; Beschäftigung bei der Oberberghauptmannschaft der Preußischen Regierung in Berlin
  • 1826 Ernennung zum Bergassessor; Studienreisen zu englischen, belgischen und nordfranzösischen Steinkohlegebieten
  • 1828 Versetzung als Oberbergamts-Assessor in das Oberbergamt Bonn
  • 1831 Versetzung als Oberbergrat und Vortragender Rat an die frühere Dienststelle in Berlin
  • 1834-1841 Professor für Bergbaukunde in Berlin; Auszeichnung mit dem Dr. h.c. der Universität Berlin
  • 1838-1855 Mitherausgeber von „Archiv für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde“
  • 1841-1864 Oberberghauptmann und Leiter des Oberbergamts in Bonn
  • Dienst für den Eschweiler Bergwerksverein
  • ab 1847 Vorsitzender des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens in Bonn 1847-1857 Bau des zentralen Wasserhaltungsschachtes in Eschweiler (Heinrichsschacht)
  • 1848 Leitung des Eisenbahnbaus durch das preußische Saarrevier
  • 1850 Vertrag mit Bayern über Kohlelieferungen des Saarlandes an den Rhein
  • Abgeordneter im Parlament in Erfurt
  • 1852 Erstmalige Beschreibung von Löss-Vorkommen im Siebengebirge
  • 1854 Ernennung zum Mitglied der Leopoldina
  • 1855 Königlicher Beauftragter zur Erstellung geologischer Karten für das Rheinland und Westfalen
  • November 1858 Leitung der Ministerialabteilung für das Berg-, Hütten-, und Salinenwerk in Berlin (bis Mai 1860)
  • Ernennung zum Wirklichen Geheimen Oberrat
  • 1864 Bitte um Entlassung aus gesundheitlichen Gründen aus dem Staatsdienst
  • 1869 Mitherausgeber von „Geologische Karte Deutschlands“
  • 9. April 1870 Vorsitzender des Verschönerungsverein für das Siebengebirge
  • Vorsitzender des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens
  • 1880 Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Aachen
  • 1881 Ehrenmitglied des Nassauischen Vereins für Naturkunde
  • bis 1884 Editierung geologischer Karten
  • Hinweis: Benennung Grube Dechen in Heinitz (bis 1968); Portraitmedaillon v. Dechen neben Böcking, Sello und v. Krug an der Fassade der Bergwerksdirektion Saarbrücken sowie Dechenweg in Saarbrücken-Jägersfreude; Heinrichsweg, -allee und Am Heinrichsschacht (seit 1996) in Eschweiler; Mondkrater Dechen (seit 1935) 

Lit.: Heinitz. Von der Kohlegrube zum Neunkircher Stadtteil im Grünen, hg. Helmut Schinkel, Neunkirchen 2004, S.71-73
Jel/ Bkl

  



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