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Maihofer Werner

Jurist und Minister
* 20. Oktober 1918 in Konstanz
† 6. Oktober 2009 in Bad Homburg
bestattet auf dem Waldfriedhof in Bad Homburg




  • 1936 Mitglied des Deutschen Olympischen Kaders als Eisschnellläufer

  • 1937 Abitur an der Zeppelin-Oberrealschule in Konstanz
  • 1939-1945 Kriegsteilnehmer
  • 1946-1950 Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg
  • 1950 Promotion zum Dr. iur. utr.
  • 1953 Habilitation in Tübingen
  • 1955-1969 Ordinarius für Rechts- und Sozialphilosophie, Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität des Saarlandes
  • 1956-1957 Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes
  • 1960 Gründung des Instituts für Rechts- und Sozialphilosophie
  • 1962 Publikation von „Naturrecht oder Rechtspositivismus“ (mehrere Aufl.)
  • 1965 Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat zur Gründung der Universität Bielefeld (1969)
  • 1967-1969 Rektor der Universität des Saarlandes
  • ab 1967 Herausgeber und Mitbegründer der Reihe „Menschenwürde im Rechtsstaat“
  • 1968-1971 Vizepräsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz
  • 1969 Eintritt in die FDP und (erfolglose) Kandidatur für den Deutschen Bundestag für den Wahlkreis 244 sowie den ersten Landeslistenplatz für die FDP
  • 5. März 1969 Berufung zum Mitglied der Bundesversammlung
  • 1970 Mitglied der FDP-Programmkommission und Mitverfasser der Freiburger Thesen
  • 1970 Berufung zum Ordinarius für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtssoziologie und –theorie sowie Rechts- und Sozialphilosophie in Bielefeld
  • 1970-1978 Mitglied im Präsidium der FDP
  • 1971/72 Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung
  • 27. Oktober 1971 Verabschiedung der von Maihofer und Scheel ausgearbeiteten „Freiburger Thesen“ (publ. 1972, FDP-Leitschrift bis 1977)
  • 1972-1980 Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Bielefeld
  • 15. Dezember 1972 Ernennung zum Bundesminister für besondere Aufgaben im 2. Kabinett Brandt (bis 1974)
  • 16. Mai 1974 Ernennung zum Bundesminister des Innern im 1. und 2. Kabinett Schmidt (bis 1978)
  • 1975 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes
  • 1977 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband
  • Februar 1977 Skandal um die Billigung einer Abhöraktion gegen den Atomwissenschaftler Klaus Traube (sog. „Lauschaffäre Traube“, ab 1975)
  • 6. Juni 1978 Rücktritt als Bundesminister wegen der Fahndungspanne im Entführungsfall Schleyer
  • 1978-1981 Erneut Ordinarius in Bielefeld
  • Ernennung zum Honorarprofessor an der Universität Konstanz
  • 1980-1982 Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 1982-1988 Präsident des Europäischen Hochschulinstituts in San Domenico di Fiesole
  • 1983 Mitherausgeber des „Handbuchs des Verfassungsrechts der Bundesrepublik Deutschland“
  • 1988 Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens der Republik Italien
  • 1988 Publikation der Festschrift „Rechtsstaat und Menschenwürde“ zum 70. Geburtstag
  • 1989 Ernennung zum Ehrensenator der Universität Bielefeld
  • 1994-1996 Mitglied der FDP-Programmkommission; Mitwirkung am Wiesbadener Programm
  • 2000 Publikation der Dissertation H. Winters zu den Grundlagen der Rechtsontologie Maihofers
  • 2004 Publikation von „Die Rechtsontologie Werner Maihofers [...]“ durch G.H. Schäfer
  • 13. November 2009 Posthume Verleihung des Dr. h.c. der Universität Bielefeld
  • 2010 Publikation der Festschrift „Menschliche Existenz und Würde im Rechtsstaat“ [inkl. Bibliographie Maihofers]
  • 2011 Publikation der Dissertation „Im Zweifel für die Freiheit“ von F. N. Schulz zum politischen Handeln Maihofers 

Lit.: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 22 (1996), S. 373-403
Con/ Bkl



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