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Heckel Ernst Ferdinand

Industrieller
* 26. November 1861 in Saarbrücken
† 26. Mai 1949 in Tegernsee




bestattet auf dem Friedhof in Saarbrücken-St. Johann

V.: Georg Peter Heckel (1822-1904), Drahtseilfabrikant; M.: Elise Dorothea Garelly (1833-1910) 

verh. 1894 mit Emma Hahne (1872-1922) 

  • Besuch der Gewerbeschule in Saarbrücken
  • Studium an der Technischen Hochschule in Karlsruhe
  • Mitglied der Burschenschaft Germania
  • praktische Ausbildung im Familienbetrieb, der Drahtseilfabrik Georg Heckel St. Johann (Saarbrücken)
  • 1890 Vertretung der Firma auf der Weltausstellung in Chicago
  • 1891 Aufenthalte in Belgien und den USA
  • Leitung des Familienbetriebs zusammen mit seinem Bruder Georg Julius
  • mehrere Patente für die Drahtseilverwendung in der maschinellen Streckenförderung
  • 1896 Einrichtung einer Abteilung für den Bau von maschinellen Streckenförderungen und Transportanlagen
  • vor 1900 Bau von Förderanlagen im Saargebiet und in Lothringen
  • 1905 Ausgliederung der Abteilung für den Bau von maschinellen Streckenförderungen und Transportanlagen aus dem Familienunternehmen
  • 27. Juni 1905 Gründung der „Gesellschaft für Förderanlagen Ernst Heckel mbH“ in Saarbrücken
  • ab 1906 Verlagerung der Produktion nach Rohrbach (St. Ingbert), eigene Büros und Vertreterbüros in wichtigen Städten des In- und Auslands
  • maßgebliche Mitwirkung beim Aufbau der Evangelischen Volksschule in Rohrbach
  • 1912 Gründung des Orchestervereins in Saarbrücken
  • 1913 Gründung des Theatervereins in Saarbrücken
  • 1914 erste europäische Schachtgefäß- bzw. Skip-Förderung
  • 1917 Ernennung zum Kommerzienrat
  • 1918 Auszeichnung mit dem Ehrendoktor (Dr.-Ing. E. h.) der TH Karlsruhe
  • nach 1918 Gründung der Skip-Compagnie AG in Berlin, später in Essen, als Zusammenschluss und Studiengesellschaft maßgeblicher Hersteller für die weitere Entwicklung von Skip-Förderanlagen
  • 1927 v.a. inflationsbedingter Verkauf der Gesellschaft für Förderanlagen Ernst Heckel mbH an den Arbed-Konzern, Mitglied im Aufsichtsrat
  • 1930 weltweit erste Personenseilbahn nach dem Umlaufprinzip auf den Schauinsland im Schwarzwald
  • 1945 Übergang des Unternehmens in die Pohlig-Heckel-Bleichert Vereinigte Maschinenfabrik AG, schließlich Teil von Thyssen-Krupp
  • Hinweis: Ernst-Heckel-Straße in St. Ingbert, Stadtteil Rohrbach 

Lit.: Fritz Hellwig, Heckel, Ernst Ferdinand, in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 179-180, online: www.deutsche-biographie.de/pnd133456978.html (Abruf 12.10.2014)
Kna
Abb.: 50 Jahre Heckel-Anlagen 1905-1955, hrsg. v. d. Gesellschaft für Förderanlagen Ernst Heckel mbh, Saarbrücken, Saarbrücken 1955, S. 3

 

 



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