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Schulz Johannes

Kath. Pfarrer, Verfolgter des NS-Regimes
* 3. April 1884 in Obervölklingen
+ 19. August 1942 im KZ Dachau
eingeäschert am 23. August 1942 in Dachau




V.: Konrad Schulz (1830-1894), Stationsvorsteher; M.: Louise Schwartz (1844-1907)
    
  • 20. April 1884 Taufe in Völklingen
  • 1898-1900 Schüler im Missionshaus der Weißen Väter in Trier
  • 23. April 1900 Firmung im Dom zu Trier
  • 1900-1901 Besuch des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums in Trier
  • 1901-1907 Besuch des Ludwigsgymnasiums in Saarbrücken
  • 23. März 1907 Abitur
  • 1907-1911 Studium der Theologie und Philosophie im Bischöflichen Priesterseminar in Trier
  • 1. April 1911 Subdiakonatsweihe in Trier
  • 10. Juni 1911 Diakonatsweihe in Trier
  • 12. August 1911 Priesterweihe in Trier
  • 1. Oktober 1911 Ernennung zum Kaplan der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Lebach
  • 25. August 1913 Kuratsexamen; Dienst als Kaplan in Wadgassen (bis 1914)
  • 9. Juli 1914 Pfarrexamen
  • 1914-1918 Divisionspfarrer in der Region Metz bei der 255. Inf.-Division
  • Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse
  • Auszeichnung mit dem Frontkämpferabzeichen
  • 20. Dezember 1918 Ernennung zum Kaplan in Bous
  • 14. Juli 1919 Übernahme der ersten Pfarrstelle in Derlen; erste Kritik am Nationalsozialismus
  • 13. März 1935 Versetzung nach St. Arnulfius in Nickenich bei Mayen
  • 1935 Neubau einer Orgel in St. Arnulfius in Nickenich
  • 1937 Auseinandersetzung um die sog. Christliche Gemeinschaftsschule
  • 1939 Definitor im Dekanat Andernach
  • 27. Mai 1940 Verweigerung des Hitlergrußes gegenüber Herrmann Göring bei einer zufälligen Begegnung nahe Maria Laach; Verhaftung und Schutzhaft in Koblenz
  • 14. Juni 1940 Überführung in das KZ Buchenwald
  • 31. Juli 1940 Überführung in das KZ Sachsenhausen-Oranienburg
  • 14. Dezember 1940 Überführung ins KZ Dachau; Zwangsarbeit
  • Ende Mai 1942 Hungersterben im „Priesterblock“ des KZ Dachau
  • 5. August 1942 Amputation beider Beine
  • 28. August 942 Requiem in Nickenich
  • 1. September 1942 Requiem in Elm-Derlen
  • 1950 Gedenkstätte an der Dankkapelle am Hermesberg in Elm-Derlen
  • Überführung der Urne auf den Waldfriedhof in Saarbrücken-Burbach
  • 7. März 2004 Umbettung in ein Priestergrab der Pfarrei St. Josef in Schwalbach-Elm als Glaubenszeuge durch Bischof Dr. Reinhard Marx
  • Hinweis: Pfarrer-Schulz-Platz in Elm (seit 2. April 2003)
Lit.: Zeugen für Christus, Bd. 1 (2006), S. 577-580
CSc / Hff


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Prof. Dr. Joachim Conrad
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