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Lehmann Eduard

Jurist; Vorsitzender der Synagogengemeinde Saarbrücken
* 16. September 1882 in Warburg/ Westfalen
† 13. Juni 1964 in Saarbrücken





verh., zwei Töchter 

  • Studium der Rechtswissenschaft in Berlin
  • 1906 Erste Staatsprüfung in Köln
  • 1911 Große Staatsprüfung
  • seit 1911 Rechtsanwalt beim Amtsgericht und Landgericht Saarbrücken
  • 1914-1918 Kriegsteilnahme
  • seit 1919 gemeinsame Praxis mit Dr. Walter Sender
  • 1919-1935 Stadtverordneter in Saarbrücken; Tätigkeit in der kommunalen Kulturpolitik
  • Vorstandmitglied der SPD/Saar und Tätigkeit für die Freiheitsfront
  • 1933 Beauftragter im sog. Reichstagsbrandprozess, gem. mit W. Sender (später abgelehnt)
  • Januar 1935 Emigration nach Strasbourg (bis 1938); Gründung einer Werbeagentur für Tourismus mit seinem Bruder Julius Lehmann
  • Februar 1935 Löschung aus der Anwaltsliste
  • 1939-1945 Aufenthalt in Les-Pothiers-per-Lentigny (Dep. Loire)
  • 1945 Rückkehr ins Saargebiet, Eintritt in die KP
  • Oktober 1945 Zulassung als Rechtsanwalt in Saarbrücken
  • 1946-1956 Mitglied des Vorstandes und Vizepräsident der Anwaltskammer des Saargebietes
  • nach 1946 Vorsitzender der Synagogengemeinde in Saarbrücken; Bau der neuen Synagoge am Beethovenplatz in Saarbrücken
  • Januar 1957 Prozessbevollmächtigter des KP-Landesvorstands im Parteienverbotsprozess vor Bundesverfassungsgericht
  • 17. August 1956 Verbot der KP im Saarland 

Lit.: Rechtsanwälte an der Saar, S. 512-513
Con 

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