V.: Franz Eduard Orth (1830-1884), Kaufmann; M.: Eleonore Auffschneider (1838-1897)
verh. mit Frida Kinzler (1877-1974)
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Besuch der Volksschule in Ensheim und der Lateinschule in St. Ingbert
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1896 Abitur in Neustadt a. d. Weinstraße
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Studium der Medizin in München, Berlin und Heidelberg
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1901 Promotion zum Dr. med. in Heidelberg; Bestallung als Arzt
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1901-1904 Assistenzarzt im Städtischen Krankenhaus in Ludwigshafen
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1904-1905 Assistent bei Geheimrat Alfons von Rosthorn in der Frauenklinik Heidelberg
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1905 Niederlassung als praktischer Arzt in Ensheim; Facharzt für Chirurgie
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1905-1912 Direktor des Werkskrankenhauses der Firma Gebr. Adt in Ensheim
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1912-1919 Leitung des Adtschen Krankenhauses in Forbach
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1917 Kriegsteilnehmer in den Argonnen
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1919 Weiterbildung in Wien; berufstätig in Heidelberg und Halle
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1920 Leitung des Städtischen Krankenhauses in Landau
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August 1922 Ernennung zum Leitenden Direktor des Landeskrankenhauses in Homburg (bis 1947)
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1926-1945 Vorsitzender des „Saarbrücker Ärztevereins“
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1929 Verleihung des Professorentitels durch die Regierungskommission des Saargebietes
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Selbstgleichschaltung des „Saarbrücker Ärztevereins“ mit dem NSDÄB
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Mitwirkung an antijüdischen Kampagnen gegen jüdische Kollegen
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19. Mai 1930 Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Gemeinde Ensheim
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Mitverantwortung für die während der NS-Diktatur durchgeführte Zwangssterilisierung von über 1.400 Menschen und für „Euthanasiemaßnahmen“
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Mitglied der NSDAP und des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes (NSDÄB)
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Zulassung beim Amt für Volksgesundheit der NSDAP
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Lehrtätigkeit vor 1945: Ärzte- und Studentenkurse
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1946 Organisator und Dozent der Medizinischen Hochschulkurse am Landeskrankenhaus Homburg
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1. Januar 1947 emeritiert (im Rahmen eines Entnazifizierungsverfahrens)
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1947 Honorarprofessor an der Universität des Saarlandes
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31. Oktober 1947 Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Homburg
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1947-1954 Vorsitzender und Gründungsmitglied der Medizinisch-Wissenschaftlichen Gesellschaft des Saarlandes, danach Ehrenmitglied
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1948 Benennung einer Oskar-Orth-Straße (die frühere Spitalstraße) in Ensheim
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1957 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
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1958 Stiftung der „Oskar-Orth-Spende“ für Bedürftige
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Vorwurf der Billigung von Zwangssterilisationen
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1993 Umbenennung des „Oskar-Orth-Preis“ der Stadt Homburg für hervorragende Leistungen von Nachwuchsmedizinern in „Wissenschaftspreis der Stadt Homburg“
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1997 Umbenennung der Oskar-Orth-Straße in Homburg in Kirrberger Straße
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2001 Umbenennung der Oskar-Orth-Straße in Ensheim in Alte Spitalstraße
Lit.: Gisela Tascher, Staat, Macht und ärztliche Berufsausübung 1920-1956. Gesundheitswesen und Politik: Das Beispiel Saarland, Verlag Ferdinand Schöningh GmbH, Paderborn 2010, S. 46, 184, 192, 200, 202, 242-246, 259, 266, 304, 364