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Mannbar Artur PDF Drucken E-Mail
mannbar_artur.jpgJournalist; Widerstand gegen das NS-Regime
* 18. Juli 1913 in Landsweiler
† 30. Dezember 2002 in Berlin


V.: Karl Mannbar, Bergarbeiter und Kommunalpolitiker; M.: Maria Mannbar (1892-1931), Kommunalpolitikerin 

 

  • Abitur, danach kaufmännische Lehre bei der Dudweiler Eisen- und Bauanstalt und bei den Friedrichsthaler Eisenwerken
  • 1920 Unterstützung des Kommunalwahlkampfes von Karl Mannbar
  • 1923 Unterstützung streikender Bergleute
  • 1928 Eintritt in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJDV); Leiter der örtlichen Pioniergruppe der KJDV, Pionierleiter für das gesamte Saargebiet
  • Gaujugendleiter der Naturfreunde; stellvertretender Vorsitzender des Landsweiler Arbeitersportkartells
  • Mitglied der Landesleitung der Kampfgemeinschaft für rote Sporteinheit; Freundschaft mit Erich Honecker
  • 1931-1935 Expedient, Redaktionsvoluntär und Redakteur der „Arbeiterzeitung“ in Saarbrücken
  • 1934 Eintritt in die KPD
  • Januar 1935 Exilierung nach Frankreich; Arbeit in der Roten Hilfe
  • 1935 illegale Instrukteurstätigkeit für die KPD in Paris, Moskau und Kopenhagen
  • 1935-1937 Kursant an der Internationalen Leninschule in Moskau unter dem Decknamen „Werner Weirich"; politische und militärische Ausbildung
  • Frühjahr 1938 Übersiedlung über Stockholm nach Kopenhagen; erneut Arbeit für die Rote Hilfe sowie für das Komitee für humanitäre Arbeit
  • Juli 1938 illegale Lieferung kommunistischer Druckschriften zu Hamburger Vertrauensleuten (bis Juli 1939)
  • 25. Mai 1940 Verhaftung in Dänemark
  • 20. Juni 1940 Auslieferung an die Gestapo
  • 4. Mai 1942 Anklageerhebung durch den Berliner Oberreichsanwalt; Forderung der Todesstrafe
  • 3. September 1942 Verurteilung zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe durch den Volksgerichtshof; Internierung im Zuchthaus Brandenburg-Görden
  • Anschluss an die illegale KPD-Gruppe im Zuchthaus
  • 1944 Leiter der illegalen KPD-Gruppe im Zuchthaus; Arbeit in der Weberei des Zuchthauses; Wiedersehen mit Erich Honecker
  • Ende 1943 Versetzung in die Druckerei des Zuchthauses
  • 27. April 1945 Bildung eines Gefangenenausschusses aus den führenden Mitgliedern der illegalen Parteigruppe; Leitung des Zuchthauses; Entwaffnung der Beamten; Öffnung der Zellen der politischen Gefangenen
  • 1945-1949 Leiter der Hauptabteilung „Nachrichten“ und Kommentator des Berliner Rundfunks
  • 1946 Mitglied der SED
  • 1946 Teilnahme als Berichterstatter an den Nürnberger Prozessen
  • 1947 Ausschluss aus der SED wegen seines „Verhaltens in der Gestapo-Untersuchungshaft“
  • 1947 Leiter der Abteilung Innenpolitik beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig
  • 1953-1955 Redakteur des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes (ADN) in Leipzig
  • 1956 Wiederaufnahme in die SED
  • 1957 Leiter der Hauptabteilung Ausland im ADN
  • ab 1964 Chefredakteur für westdeutsche Fragen im ADN
  • 1971 stellvertretender Generaldirektor des ADN; Mitglied der Redaktionskommission der "Neuen Deutschen Presse"
  • 1973 Auszeichnung mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und in Silber
  • 1974 Verleihung des Vaterländischen Verdienstordens in Gold
  • 1975 Mitherausgeber von „Gesprengte Fesseln“ (zusammen  mit M. Frenzel)
  • 1977 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim ADN in Berlin
  • bis 1978 Journalistische Tätigkeit, zuletzt als Chefredakteur des ADN in Ost-Berlin
  • Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der ehemaligen Gefangenen des Zuchthauses Brandenburg
  • 1983 Verleihung des Karl-Marx-Ordens 

 

Lit.: Hans-Walter Herrmann, Das zersplitterte Nein. Saarländer gegen Hitler. Widerstand und Verweigerung im Saarland 1935-1945, Bonn 1989, S. 165-170
Bur/ Bkl
Abb.: ebd. Abb. 55

 

 

 

 
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