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Kirschmann Julius Emil PDF Drucken E-Mail
kirschmann_emil.jpgLeiter der Beratungsstelle für Saarflüchtlinge, Mitglied des Reichstags
* 13. November 1888 in Oberstein/ Fürstentum Birkenfeld
† 11. April 1949 in New York

bestattet am 14. Januar 1950 auf dem Südfriedhof Köln 

V.: Jakob Kirschmann, Goldschmied; M.: Luise N.N. 

verh. in 1. Ehe am 2. Dezember 1922 in Köln mit Elisabeth Gohlke, verh. Röhl (1888-1930), in 2. Ehe am 16. November 1949 in New York mit Käthe Fey (1915-2002) 

kinderlos  

  • 1903-1911 Lehre und Tätigkeit als Kaufmann im Schmuckwarengroßhandel Leopold in Oberstein
  • 1906 Eintritt in die SPD sowie (späterer) Beitritt zum Zentralverband der Angestellten
  • ab 1910 Verfasser sozialdemokratischer Artikel in der Saarbrücker „Volksstimme“
  • 1911 Gründungsmitglied des Ortsvereins der „Naturfreunde“ in Oberstein
  • 1912 Umzug nach Köln und Tätigkeit als Handelsgehilfe der Genossenschaft „Hoffnung“
  • um 1913 Leiter der genossenschaftlichen Vereinigung „Volksfürsorge“ und Vertreter des Handelsgehilfenverbands
  • 1914-1918 Kriegsteilnehmer als Infanterist
  • 1919-1926 Redakteur der Rheinischen Zeitung
  • 1920 Wahl zum Schriftleiter des rheinischen Gaublatts der „Naturfreunde“ und Wahrnehmung erster Ämter für die (M)SPD
  • 1924-1933 Mitglied des Reichstags im Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier-[Birkenfeld]) für die SPD und Fraktionssprecher im Ausschuss für die besetzten Gebiete
  • 1926-1932 Ministerialrat im preußischen Innenministerium, Verantwortlicher für die besetzten Gebiete und des sog. „Westhilfeprogramms“
  • ab 1927 Sachverständiger für das Saargebiet und der „Saargänger“
  • Mitglied des „Tonndorfer Kreises“
  • 29. März 1933 SPD-Beauftragter für das Saargebiet zur Änderung politischer Berichterstattung nach Verhandlungen mit Hermann Göring mit dem Ziel der Aufhebung des Presseverbots
  • 30. April 1933 Ankunft in Saarbrücken mit anschließendem Verbleib nach Verbot der SPD
  • ab Mai 1933 Sekretär der SoPaDe im Saargebiet, Koordinator der Flüchtlingshilfe und Leiter der „Internationalen Kommission und Agenturen [...]“
  • Herbst 1933 (informeller) Koordinator der westlichen SoPaDe-Büros in Saarbrücken
  • 1933/34 Ständiger Vertreter des Saargebiets beim Völkerbund mit dem Ziel der Verschiebung der Saarabstimmung mit Max Braun
  • ab Juni 1933 Organisator des Presseorgans „Deutsche Freiheit“ und Befürworter des Status Quo im Kontext der Saarabstimmung
  • 12. November 1933 Wahl zum Landessekretär der SPS nach Rücktritt Karl Mössingers
  • 15. Januar 1935 sofortige Emigration nach Forbach nach Saarabstimmung, Etablierung der „Gruppe Kirschmann“, u.a. mit M. Juchacz und Käthe Fey
  • Januar 1935 Leiter der „Beratungsstelle für Saarflüchtlinge“ in Forbach unter Trägerschaft des Internationalen Gewerkschaftsbundes
  • Aufbau und Herausgeber von Wochenzeitschriften, u.a. von „Freiheit-Korrespondenz“ (bis 1941)
  • ab September 1935 Mitglied des Lutetia-Kreises und Mitarbeit im Acht-Punkte-Programm des Bunds „Das kommende Deutschland“
  • Redakteur von „Le Républicain“ (bis 1940)
  • 30. April 1936 Umwandlung der Beratungsstelle ins „Office pour les Refugiés Sarrois“ durch das französische Innenministerium; Ausschluss Kirschmanns
  • Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft für sozialistische Inlandsarbeit“
  • Dezember 1936 Unterzeichnung des sog. Claus-Protests und offizielle Ausbürgerung
  • 1937 Gründungsvorsitzender des Saar-Volksfrontausschusses
  • 14. Juni 1940 Flucht nach Sauvagnon (Südfrankreich)
  • 1941 Flucht in die USA mit Zwischenstationen in Marseille und Martinique
  • 29. Mai 1941 Ankunft in New York und erste Unterbringung bei seinem Bruder Robert
  • 1941-1946 Übernahme verschiedener Gelegenheitsarbeiten
  • Oktober 1947 Privater Besuch Kurt Schumachers; Pläne zur Rückkehr nach Deutschland
  • Hinweis: Emil-Kirschmann-Brücke in Idar-Oberstein  

Lit.: Axel Redmer, Wer draußen steht, sieht manches besser. Biographie des Reichstagsabgeordneten Emil Kirschmann (=Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld. Sonderheft Bd. 51), Birkenfeld 1987
Bkl
Abb.: Käthe Kirschmann, Foto 1949, in: ebd., S. 157

 

 
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