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Janske Berthold PDF Drucken E-Mail
Unternehmer, Widerstand gegen das NS-Regimes
* 29. Dezember 1910 in Breslau
† 30. März 2006 in Beckingen


verh. in 1. Ehe mit Gerda Wisch (1912-1942), in 2. Ehe mit Irmgard Seiwert (1923-2007)

Sohn aus 1. Ehe: 1.) Hans Joachim (1938-1942), Kinder aus 2. Ehe: 2.) Herta (*1947) 3.) Vera (*1952) 4.) Gerd (*1953) 5.)Werner (*1958)

 

  • früher Tod des Vaters im Ersten Weltkrieg
  • Ausbildung zum Kupferschmied; Lehre als Installateur und Heizungsbauer
  • Eintritt in die Sozialdemokratische Partei; Engagement im Arbeitersport
  • 1931 Mitglied in der SAP; Engagement im Widerstandskampf gegen das NS-Regime
  • Flucht mit seiner jüdischen Frau Gerda ins Exil nach Holland
  • Verweigerung der Aufenthaltsgenehmigung für Belgien
  • Arbeit in verschiedenen Luxemburgischen Dörfern als Knecht
  • 1939 Einreiseerlaubnis für Frau und Kind in Belgien; Arbeit als Kupferschmied in Holterich
  • Tagelöhner im luxemburgischen Bartringen; Fahnenflucht vor dem deutschen Gestellungsbefehl
  • Mai 1940 provisorischen Aufenthaltserlaubnis in Luxemburg
  • 1940 Anstellung als Installateur bei der Firma Öhrlein in Ettelbrück
  • 1941 Firmenauftrag in Beckingen
  • 9. Februar 1942 in Beckingen verhaftet
  • Anklage vor dem Landgericht Saarbrücken; 14 Monaten Zuchthaus wegen „Rassenschande“
  • Haft in Saarbrücken, Zuchthaus in Zweibrücken, dann Lager in Ludwigshafen und Zwangsarbeit bei der BASF
  • 12. Juli 1942 Deportation von Frau und Kind über Chemnitz ins KZ  Auschwitz; Ermordung
  • Überstellung ins Gefängnis in Saarguemines
  • April 1943 Entlassung aus Gefängnis in Sarreguemines; Einsatz in der Firma Karcher in Beckingen
  • 1944 Evakuierung von Beckingen, Umsiedlung nach Bayern
  • 1945 Gründung einer eigenen Heizungsbaufirma (bis 1975)
  • Erwerb des Meistertitels in Heizungsbau und Installation
  • Trainer der Ringermannschaften in der Stadt Luxembourg
  • Trainer der Ringer aus Merzig, Dillingen und Saarbrücken-Malstatt
  • Mitwirkung an der Gründung und Entwicklung der Kraftsportvereine an der Saar
  • Mitglied der Sozialdemokratischen Partei des Saarlandes (SPS)
  • Mitglied des Gemeinderates
  • Ehrung für 75jährige Mitgliedschaft in der SPD
  • 13. Dezember 1946 Gründungsmitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO)
  • Mitglied der VNN-Bund der Antifaschisten, Mitglied des Landesvorstandes
  • 1990 Erwerb des Sportabzeichens

 

Lit.: Luitwin Blies, "Wir kommen nach Auschwitz, das ist in Oberschlesien" Über Berthold Janske und seine Familie, in: Luitwin Blies / Horst Bernard, Für den Sturz des Naziregimes. Widerstand und Verfolgung von saarländischen Antifaschisten, Saarbrücken 2007, S. 89-96
Alb

 
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