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Jacob Heinrich PDF Drucken E-Mail
Widerstand gegen das NS-Regime
* 7. Februar 1915 in Völklingen
† 2. März 1943 in Dachau

V.: Emil Jacob sen. († 1927); M.: Emma Hüllein (1892-1976)

verh. 20. August 1938 mit Liselotte Britzius  

  • Mitglied in der Jugendgruppe des Arbeitersportvereins, im Jung-Spartakusbund, im Arbeitersport und später in der Rote-Sport-Einheit als aktiver Turner
  • 1929 Mitglied im Kommunistischen Jugendverband
  • 1930 Gründung des Ortsverein des Kommunistischen Jugendverbades (KJVB) in Völklingen
  • bis 1932 Lehre als Dreher in der Völklinger Hütte, dann Geselle
  • 1933 Entlassung wegen Arbeitsmangels
  • Oktober 1933 Verurteilung zu zwei Jahren Gefängnishaft aufgrund eines Zusammenstoßes mit Völklinger Nationalsozialisten
  • März 1934 Verurteilung zu drei Monaten Gefängnishaft wegen Singens der "Internationalen" mit anderen Kommunisten in der Saarbrücker Bahnhofstraße
  • 1934-1935 Engagement im Abstimmungskampf für den Status quo
  • 16. Januar 1935 Verurteilung zu fünf Tagen Gefängnishaft wegen verbotener Flugblattverteilung
  • 20. Januar 1935 Emigration nach Frankreich; Wiedersehen mit seinem Bruder Emil
  • Anstellung als Dreher in der Werkstatt eines Steinbruchs, dann Rottenarbeiter auf einer Bahnstrecke
  • bis September 1935 Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in Montauban; Übersiedlung nach Nevers
  • September 1935 Entlassung; Freiwilliger in der Internationalen Brigade
  • 1936 Eintritt in den internationalen Milizen und den Internationalen Brigaden in Spanien, u.a. in der »Columna Durruti« gemeinsam mit den Saarländer Alois Bader und Norbert Rauschenberger
  • 1938 Rückkehr nach Frankreich und Arbreit als Bergmann in La Combelle im Département Puy-de-Dôme
  • 1. Oktober 1937 Ankunft in Spanien; Einsatz als Sanitäter
  • Ende Februar 1938 Rückkehr nach Frankreich; Umzug mit Bruder Emil nach Auzatsur-Allier; Bergmann auf Grube La Combelle im Départment Puy-de-Dôme; Dreher in St. Etienne
  • September-November 1939 Internierung als "feindlicher Ausländer" durch die französischen Behörden
  • Juli-August 1940 erneute Internierung; Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft
  • Sommer 1940 erneut Bergmann auf Grube La Combelle
  • Dezember 1940 freiwillige "Rückschaffung nach Deutschland" mitsamt seiner Familie
  • 6. März 1941 Festnahme in Paris durch die Gestapo
  • 18. April 1941 Überstellung an die Gestapo-Stelle Saarbrücken; Inhaftierung im Gefängnis Lerchesflur Saarbrücken, dann in Kaiserslautern
  • 17. September 1941 Verurteilung zu zwei Jahren und neun Monaten Zuchthaus durch den 1. Senat des Oberlandesgerichts Stuttgart wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“; Strafhaft in Zweibrücken
  • Sommer 1942 Begnadigung; "Schutzhaft" als "Rotspanienkämpfer"
  • 24. Juli 1942 Einlieferung ins KZ Dachau; Erkrankung an Unterleibstyphus
  • 1945 Umbenennung der Hans-Schemm-Straße in Heinrich-Jakob-Straße in Völklingen
  • 1955 Umbenennung der Heinrich-Jacob-Straße in Hohenzollernstraße in Völklingen  

Lit.: Hans-Walter Herrmann, Das zersplitterte Nein. Saarländer gegen Hitler. Widerstand und Verweigerung im Saarland 1935-1945, Bonn 1989, S. 103-107
Bur/ Hwr
Abb.: ebd. Abb. 30 und 32

 

 

 

 

 
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