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Hellwig Fritz PDF Drucken E-Mail
Politiker, Historiker und Sammler
* 3. August 1912 in Saarbrücken
† 22. Juli 2017

bestattet am 3. August 2017 auf dem Burgfriedhof Bad Godesberg 

V.: Friedrich Hellwig, Pädagoge; M.: Albertine Christmann

verh. mit Dr. Margarete Werners, Archivarin der Fa. Krupp 

Kinder: 1.) Hans-Jürgen (* 1940), 2.) Antje (* 1942), 3.) Martin (* 1949) 

  • 1918-1921 Besuch der Knabenschule in Saarbrücken
  • 1921-1930 Besuch des Reform-Realgymnasium in Saarbrücken
  • Ostern 1930 Abitur mit Auszeichnung
  • 1930-1933 Studium der Geschichtswissenschaften, Philosophie, Staatenkunde und Volkswirtschaftslehre in Marburg, Wien und Berlin; Abschluss Dipl.-Volkswirt
  • April 1933 Eintritt in die NSDAP; Dienst in der SA
  • Dezember 1933 Dissertation zum Dr. phil. in Berlin mit einer Arbeit über Napoleons Saarpolitik
  • 1933-1939 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in die Geschäftsführung der Industrie- und Handelskammer Saarbrücken mit Editierung einer Festschrift (1938)
  • Tätigkeit im Saar-Wirtschaftsarchiv (bis 1939)
  • 1934 Publikation der Schrift „Einführung in die Saarfrage“
  • 1934/1935 Tätigkeit für die Deutsche Front im Kontext der Saarabstimmung
  • August/ September 1934 Leiter der Ausstellung „Die Saar“ in Köln als Kulturbeirat der Deutschen Front
  • 1936 Habilitation in Heidelberg mit Arbeit über Carl Ferdinand von Stumm
  • 1937-1938 Tätigkeit als Dozent an der Saarbrücker Hochschule für Lehrerbildung
  • Übernahme der Landesleitung der Deutschen Arbeitsfront als Referent im Kulturbeirat
  • 1939-1940 Geschäftsführer der Organisation der Eisenwirtschaft in Düsseldorf
  • 1940-1943 Leiter der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie, Bezirksgruppe Südwest
  • 1941-1945 Kriegsteilnehmer
  • 1942 Ernennung zum Kriegsverwaltungsrat in der „Wirtschaftsinspektion Mitte der Ostfront“
  • Februar 1943 Wehrmachtseinberufung
  • Ende 1943-1947 Britische und amerikanische Kriegsgefangenschaft
  • 1947 Eintritt in die CDU; Mitglied des Wirtschaftspolitischen Ausschusses für das Rheinland
  • 1947-1951 Beratender Volkswirt in Düsseldorf und Duisburg
  • 1949 Mitautor der Düsseldorfer Leitsätze der CDU
  • 1949-1951 Geschäftsführer des Arbeitskreises für die Neuordnung der Eisen- und Stahlindustrie
  • 1951-1959 Geschäftsführender Direktor des Deutschen Industrieinstituts in Köln
  • Vorsitzender des „Deutschen Saarbundes“ und Berater Konrad Adenauers im Kontext der Saarfrage
  • 6. September 1953 Wahl zum Mitglied des 2. Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Remscheid-Solingen bzw. Köln II (bis 30. November 1959)
  • Mitglied der Ausschüsse für Sonderfragen des Mittelstands sowie Atomfragen
  • 1953-1956 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats
  • 21. September 1956 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wirtschaftspolitik
  • 25. Februar 1959 Mitglied des Europaparlamentes (bis zum 14. September 1959)
  • September 1959 Mitglied der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (bis 1967)
  • 30. November 1959 Niederlegung des Bundestagsmandats
  • 1959 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband
  • 1967-1970 Vizepräsidenten der Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel
  • Sammlung von historischen Landkarten
  • 1969 Erneute (erfolglose) Kandidatur für den Deutschen Bundestag; Umzug nach Bonn
  • 1970-1973 Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder
  • 1971 Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulter
  • ab 1977 Mitwirkung an der Neuen Deutschen Biographie (NDB)
  • 1971-1973 Geschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder in Hamburg
  • 1981 Publikation von „Zur Kartographie der Saargegend im 17. und 18. Jahrhundert“
  • 1990 Honorarprofessor für regionale Wirtschaftsgeographie und Kartographie der Universität Trier
  • 1993 Publikation der Festschrift „Florilegium cartographicum [...]“
  • 2002 Übergabe seiner Porträtsammlungen mit 320 Stichen an das Saarländische Landesarchiv und an die Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken
  • 2002 Publikation einer Bibliographie zu Schriften Hellwigs durch Anja Rösgen
  • Juli 2008 Übergabe von 846 historischen Karten an das Saarländische Landesarchiv
  • 2010 Übergabe von 1.175 Ortsansichten des Saartales, Lothringens, des Elsass, der Region Trier und des Moseltales etc. an das Saarländische Landesarchiv
  • 2012 Publikation der Festschrift „Leidenschaftlicher Marktwirtschaftler und überzeugter Europäer“ (hg. v. B. Scharnagel) zum 100. Geburtstag
  • August 2012 Ausstellung der historischen Karten im Saarländischen Landesarchiv
  • 3. August 2012 Stiftung des „Fritz-Hellwig-Preises“ für wissenschaftliche Forschung zu Funktionsweise und Wirkung von Bürokratien in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft  

Lit.: Klaus Malettke/, Klaus Oldenhage (Hg.), Fritz Hellwig. Saarländer, Deutscher, Europäer. Eine Festschrift zum 100. Geburtstag (= Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert Bd. 20), Heidelberg 2012

Bkl 

 
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