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Hammelsbeck Oskar PDF Drucken E-Mail
Pädagoge
* 22. Mai 1899 in Wuppertal-Elberfeld
† 14. Mai 1975 in Detmold-Heiligenkirchenhammelsbeck_oskar.jpg

bestattet auf dem ev.-reformierten Friedhof in Detmold-Heiligenkirchen

V.: Wilhelm Oscar Hammelsbeck († 1903), M.: Catharine Jacobine Schoeller († 1906)

verh. 1923 mit Waldtraut Dittrich

Kinder: 1.) Gudrun, 2.) Waldtraut Ursula, 3.) Wolfram Dietrich, 4.) Reinhart Rudolf

  • römisch-katholische Taufe
  • 1906 Kindheit und Jugend in der Familie des Onkels Rudolf Hammelsbeck in Wuppertal
  • 1908 Umzug nach Saarbrücken
  • Konfirmation und Besuch des Ludwigsgymnasiums
  • Februar 1918 Zuerkennung der Reifeprüfung mit den Noten seines Abgangszeugnisses von 1916
  • 1916-1918 Kriegsteilnehmer
  • 1919-1923 Studium der Geschichte, Sozialwissenschaft und Philosophie an der Universität Heidelberg
  • 1923 Promotion zum Dr. phil. auf Anregung von Hermann Röchling über den „Zollanschluß des deutschen Saargebietes an Frankreich“
  • 1923 Geschäftsführer der Klavierfabrik Julius Deesz in Saarbrücken (bis 31. Dezember 1926)
  • Ende November 1926 Begründer der Saarbrücker Volkshochschule (mit Stadtschulrat Hans Bongard)
  • Januar 1927 Beginn des Unterrichts; Leiter der Saarbrücker Volkshochschule
  • 30. September 1933 Schließung der Volkshochschule auf Antrag der NS-Abgeordneten des Stadtparlamentes
  • Mai 1926 Beteiligung am Hohenrodter Bund; Begegnung mit Theodor Bäuerle, Martin Buber, Wilhelm Flitner, Anton Heinen, Eugen Rosenstock-Huessy, Erich Weniger u.a.
  • 31. Dezember 1931 Gründung des sog. Silvester-Kreises zusammen mit Wilhelm Flitner und Adolf Reichwein
  • Januar 1934 Teilnahme an der ersten freien Synode der Bekennenden Kirche in Wuppertal-Barmen
  • Juni 1934 „externe“ Prüfung zum Mittelschullehrer in den Fächern Deutsch und Evangelische Religion
  • Jahresmitte 1934 Aushilfslehrer an der Saarbrücker Cecilienschule (bis Ostern 1936)
  • Versetzung an eine Volksschule, später an die Mittelschule für Knaben
  • 2. November 1936 fristlose Kündigung (vermutl. wegen Zugehörigkeit zur Bekennenden Kirche)
  • ab 1934 Aufbau eines Lehrerkreises im „Saargebiet“; Widmung der gemeinsamen Bibelarbeit
  • Ende 1936 Berufung zum Co-Leiter des neu gegründeten „Katechetischen Seminars“ der Bekennenden Kirche mit Sitz im Haus der Goßner-Mission in Berlin-Friedenau (zusammen mit Wulf Thiel)
  • Bekanntschaft und enges Vertrauensverhältnis mit Dietrich Bonhoeffer
  • September 1937 Berufung zum „Referenten für Fragen des kirchlichen Unterrichts und der Laienzurüstung“ in der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union
  • Juni 1940 Verhaftung; Freilassung nach Fürsprache von Landesbischof Theophil Wurm
  • Juni 1944 Ordination zum Pfarrer; Tätigkeit als Pfarrverweser in der reformierten Gemeinde Falkenhagen
  • 1946 Ablehnung eines Rufes auf eine Professur für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen
  • Übernahme einer Professur für Pädagogik an der Pädagogischen Akademie und späteren Pädagogischen Hochschule Wuppertal
  • Gründungsdirektor der Akademie (bis zu seiner Emeritierung 1964)
  • 1946-1971 Wahrnehmung eines Lehrauftrages für Pädagogik und Katechetik an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal-Barmen
  • ab 1947 Einladungen zum Ökumenischen Rat der Kirchen (Frankreich, England, Niederlande und USA)
  • 1948 Mitinitiator des Arbeitskreises evangelischer Theologen an Pädagogischen Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland
  • 1949-1965 Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Der Evangelische Erzieher“
  • 1950 Mitbegründer der „Gemeinschaft Evangelischer Erzieher“ (GEE) im Rheinland
  • 1950 Veröffentlichung seines Hauptwerkes „Evangelische Lehre von der Erziehung“
  • 1958-1963 Präsident des Pädagogischen Hochschultages und Mit-Herausgeberschaft der „Zeitschrift für Pädagogik“ wie der „Pädagogischen Rundschau“
  • Synodaler der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Evangelischen Kirche der Union, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Kreissynode Barmen
  • 946-1954 Vorsitzender der „Kammer für Erziehung und Unterweisung“ beim Rat der EKD
  • 30. April 1958 maßgebliche Mitwirkung an der Verabschiedung des „Wortes zur Schulfrage“ der Synode der EKD
  • 1963-1971 Honorarprofessur für Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hagen
  • 3. Mai 1963 Verleihung des Dr. theol. h.c. in Bonn
  • 1964 Emeritierung
  • 1966 Umzug nach Detmold

Lit.: Hans Glöckel u.a. (Hg.): Bedeutende Schulpädagogen, Bad Heilbrunn 1993, S. 253-266
BSh
Abb.: Hermann Horn / Helmuth Kittel (Hg.): Der Glaube der Gemeinde und die mündige Welt. Oskar Hammelsbeck zum 70. Geburtstag, München 1969, Vorblatt

 
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